Lebensdaten
1862 bis 1946
Geburtsort
Weißenfels
Sterbeort
Brühl (Rheinland)
Beruf/Funktion
Bergrat
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 136146767 | OGND | VIAF: 80540946
Namensvarianten
  • Gruhl, Carl
  • Gruhl, Karl

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Zitierweise

Gruhl, Carl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136146767.html [27.11.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Herm. Eduard (s. 1);
    1) Marie Schmidt (1873–1903) aus Helmstedt, 2) 1911 Margarethe (1873–1949), T d. Fabrikbes. Ernst Eger in Hamburg-Harburg.

  • Leben

    Nach dem Studium an der Bergakademie Berlin war G. ab 1891 als Bergassessor im Oberbergamtsbezirk Clausthal tätig und trat 1894 in die Leitung des väterlichen G.-Werks bei Brühl ein. Wie sein Vater war er bestrebt, die ihm unterstellten Braunkohlen-Betriebsanlagen stets auf der Höhe des technischen und wirtschaftlichen Fortschritts zu halten. Auf seinem Werk wurde der erste Kohlenschrämbagger, der nach seinen Angaben sowie den konstruktiven Unterlagen von Christian Steg von der Lübecker Maschinenbau AG gebaut worden war, 1907 in Betrieb genommen. Mit einer Abtragshöhe von 15 Metern wurde er in der Folge in verstärkter Ausführung und größerer Abtragshöhe zum Schrittmacher für die schnelle Entwicklung der maschinellen Braunkohlengewinnung im rheinischen Braunkohlenrevier. Die weitere Durchkonstruktion des Schrämbaggers bis zu Abtragshöhen von 40 Metern führte zur Einführung dieses Baggertyps im gesamten rheinischen Braunkohlenrevier.

    Bei der Verschmelzung des G.-Werks und der ebenfalls unter seinem Einfluß stehenden Grube Donatus der AG Fortuna zur Rheinischen AG für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation trat G. in den Vorstand der nach diesem Zusammenschluß größten Gesellschaft im rheinischen Braunkohlenrevier ein und widmete seine ganze Arbeitskraft dem technischen Ausbau der ihm unterstellten Werke. Unter seiner Leitung erfolgten der Aufschluß der Grube Louise mit der Errichtung einer Brikettfabrik und der Aufbau einer für die damalige Zeit nach modernsten Gesichtspunkten entworfenen zweiten Brikettfabrik auf dem G.-Werk. Durch seine Bemühungen, die Kohlenstaubgefahr in den Brikettfabriken herabzumindern, wurde er ein Wegbereiter für die technisch wesentlich vervollkommneten Entstaubungsanlagen. Als G. 1918 aus dem Vorstand der Rheinischen AG für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation ausschied und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm, hatte das Stammwerk G. eine Jahresförderung von 300 000 t und eine Brikettherstellung von 750 000 t jährlich. Brühl und Kierberg verdanken G. soziale Einrichtungen.|

  • Auszeichnungen

    Bergrat (1913), Ehrenbürger v. Brühl u. Kierberg.

  • Literatur

    Der Rhein. Braunkohlenbergmann, Nov. 1937, Okt. 1942.

  • Portraits

    Phot. (Köln, Ver. Rhein. Braunkohlenwerke).

  • Autor/in

    Gustav Kloos
  • Empfohlene Zitierweise

    Kloos, Gustav, "Gruhl, Carl" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 209 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136146767.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA