Lebensdaten
1902 bis 1950
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Freiberg (Sachsen)
Beruf/Funktion
Mathematiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 13760288X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Grüß, Gerhard Christian
  • Grüß, Gerhard
  • Grüß, Gerhard Christian

Orte

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Zitierweise

Grüß, Gerhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13760288X.html [23.03.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Emil, Volksschullehrer, S d. Lehrers Georg in Hornow b. Spremberg u. d. Maria Thiele;
    M Martha (1869–1921), T d. Gutsverwalters Otto Kühne u. d. Anna Manger;
    Minden 1928 Charlotte (* 1903), T d. Kaufm. Reinhold Glasenapp u. d. Emma Noll;
    2 S, 2 T.

  • Leben

    Erst nach zweijährigem Studium des Bauwesens an der TH Berlin wandte sich G. zur Mathematik (Diplomhauptprüfung 1925). Ein 1925 für den internen Gebrauch der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin-Adlershof verfaßter „Vergleichender Bericht über neuere Arbeiten auf dem Gebiet der Propellertheorie“ blieb unveröffentlicht. Nach einem Studiensemester in Göttingen als Stipendiat der TH Berlin wurde er in Berlin Assistent seines Lehrers R. Rothe. 1927 promovierte er mit der Arbeit „Über Gewebe auf Flächen in dreidimensionalen allgemeinen metrischen Räumen“. 1929 erfolgte die Habilitation. 1935 wurde G. an die Bergakademie Freiberg berufen. – G. Fachrichtung und Arbeitsweise waren entscheidend durch Rothe bestimmt. Dies gilt bezüglich der wissenschaftlichen Veröffentlichungen, aber auch der Lehrtätigkeit in Mathematik und Mechanik. In einer Reihe differentialgeometrischer Arbeiten behandelt G. den Parallelismus von Levi-Civita und Gewebe in dreidimensionalen allgemeinen metrischen Räumen. Von der Differentialgeometrie kam er zu Problemen der Variationsrechnung. Er schrieb über Einzelfragen der Analysis, über die „Theorie voll- und mehrfachmonotoner Funktionen“ (Mathematische Zeitschrift 39, 1934) und über Anwendungsgebiete speziell aus der Mechanik. Mit großer Hingabe widmete sich G. seinen Studenten. Er versuchte, die Verständlichkeit für den Anfänger mit der Forderung wissenschaftlicher Strenge zu verbinden, gleichzeitig aber auch die Methoden der praktischen Mathematik zu berücksichtigen.

  • Werke

    Weitere W u. a. Tschebyscheffsche Gewebe u. Parallelismus v. Levi-Civita auf allg. metr. Flächen, in: Jber. d. Dt. Mathematiker-Vereinigung 39, 2. Abt., 1930, S. 36;
    Schwerpunktsbestimmung gekrümmter Stäbe beliebigen Querschnitts, ebd. 47, 1. Abt., 1937, S. 56-63;
    Zur Begründung d. Parallelismus v. Levi-Civita, in: SB d. Berliner Math. Ges. 29, 1930;
    Die Funktionalgleichung d. Seilkurve, in: Zs. f. angew. Math. u. Mechanik 16, 1936, S. 56;
    Variationsrechnung, 1938, 21955 (hrsg. v. W. Meyer-König);
    Differential- u. Integralrechnung, 1949.

  • Literatur

    C. Schiffner, Aus d. Leben alter Freiberger Bergstudenten III, 1940, S. 166 ff. (P);
    W. Buchheim, in: Bergak. [Freiberg] 2, 1950, Nr. 4, S. 1 f. (P);
    A. Willers, in: Zs. f. angew. Math. u. Mechanik 30, 1950, S. 232;
    Pogg. VI, VII a.

  • Autor/in

    Wolfgang Haack
  • Empfohlene Zitierweise

    Haack, Wolfgang, "Grüß, Gerhard" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 206 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13760288X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA