Lebensdaten
1697 bis 1794
Geburtsort
Winnenden (Württemberg)
Sterbeort
Dettenhausen
Beruf/Funktion
Baumeister
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 136140815 | OGND | VIAF: 80535937
Namensvarianten
  • Groß, Johann Adam der Jüngere
  • Groß, Johann Adam
  • Groß, Johann Adam II.
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Zitierweise

Groß, Johann Adam der Jüngere, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136140815.html [11.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Adam (s. 1);
    M Christina Cath. Klein;
    Untertürkheim 1772 Christiane Henr. (* 1743), T d. Rud. Amandus Stockmayer, Kirchenrats-Expeditionsrat in Stuttgart, u. d. Anna Marg. v. Rhaw;
    1 S, 4 T, u. a. Friederike ( Karl Chrstn. Klein, 1772–1825, württ. Obermedizinalrat, s. ADB 16).

  • Leben

    G. Lehrmeister war der Vater. Seine weitere Ausbildung erhielt er seit etwa 1750 in Paris, von wo er 1752 mit de la Guêpière nach Stuttgart zurückkehrte. Unter diesem war G. bis 1757 Baukontrolleur bei der Stuttgarter Residenzbaudeputation. 1767 wurde er in Zusammenhang mit der neu geschaffenen Landbaudeputation zum Landoberbauinspektor ernannt, vorübergehend (1768-73) war er Professor der perspektivischen Baukunst an der Académie des Arts in Ludwigsburg. Als Landoberbauinspektor mußte er sich mit der Kontrolle und Moderation zahlloser Bauüberschläge und Baukonsignationen abgeben. Daneben fertigte er Risse und Überschläge für viele herzogliche Bauten im Lande, die ihn als durchschnittlich guten Barockbaumeister ausweisen. Seine Hauptleistung liegt jedoch auf dem Gebiet des barocken Städtebaus. Er ist insofern ein typischer Vertreter absolutistischer Stadtbaukunst – wie sie Herzog Karl Eugen persönlich mit Entschiedenheit wünschte –, als er auf streng achsiale, mitunter allzu schematische Anlagen Wert legt; auch im Aufriß der Gebäude wurde Einheitlichkeit verlangt und durch Bauvorschriften erzwungen. In diesem Sinne bestimmte G. den städtebaulichen Charakter der zwischen 1765 und 1791 im Herzogtum Württemberg abgebrannten Städte und Dörfer, nämlich von Murrhardt (seit 1765), Göppingen (seit 1782), Neuenbürg (seit 1783), Gültstein (seit 1784), Vaihingen (nur zum Teil, seit 1784), Liebenzell (innerhalb der Mauern, seit 1785), Nürtingen (ein Straßenzug, seit 1787), Tübingen (Viertel am Lustnauer Tor, seit 1789) und Weissach (südlicher Ortsteil, seit 1791).

  • Literatur

    Hzg. Karl Eugen u. s. Zeit I, 1907, S. 656 (mit Abb.);
    K. Kirschmer, Landbaumeister J. A. G., in: Stauferland, Beil. d. Neuen Württ. Ztg. Göppingen 1, 1955;
    Die Kunst- u. Altertumsdenkmale im Kgr. Württemberg, bearb. v. E. Paulus, Neckarkreis, 1889, S. 506 f., 510 (Stammtafel), 568, 584 ff.;
    A. Schahl, Die Baumeisterfam. G. aus Winnenden, in: Winnender Ztg. v. 21., 23., 24., 27., 28., 30.12.1957, wieder (gekürzt) in: Remstal 10, 1960; Größere Abhh. v. dems. in Vorbereitung
    , in: Zs. f. Landesgesch. in Baden-Württemberg, 1965;
    ThB.

  • Autor/in

    Adolf Schahl
  • Empfohlene Zitierweise

    Schahl, Adolf, "Groß, Johann Adam der Jüngere" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 138 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136140815.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA