Lebensdaten
zwischen 1428 und 1430 – 1502
Geburtsort
Morschen Kreis Melsungen (?)
Sterbeort
Mainz
Beruf/Funktion
Mainzer Domherr ; Domkapitular
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136140254 | OGND | VIAF: 80535410
Namensvarianten
  • Groß, Bernhard

Orte

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Zitierweise

Groß, Bernhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136140254.html [24.06.2024].

CC0

  • Biographie

    Nach kirchenrechtlichen und theologischen Studien in Heidelberg ab 1446 und Erfurt ab 1451 promovierte G. zum Dr. decretorum. Die Ernennung zum Siegler des EB Dietrich Schenk von Erbach 1457 war für ihn der Beginn vielseitiger Verwendung im Dienst des Mainzer Kurfürsten. In der Stiftsfehde 1461/63 schlug er sich zur nassauischen Partei, wurde danach Protonotar und Generalrichter der Erzbischöfe Adolf II. von Nassau und Berthold von Henneberg. G. besaß Pfründen in den Mainzer Stiften Sankt Maria ad gradus und Sankt Stephan; dort stieg er 1472 als Prezist Kaiser Friedrichs III. zum Scholaster auf, eine Pfründreservation des Herrschers für|G. in Sankt Peter zu Mainz 1483 wurde jedoch nicht realisiert. Zwischen 1465 und seinem Tode widmete sich G. mehrfach der Klosterreform im Sinne der Windesheimer Kongregation. Beeinflußt von der Bewegung der Brüder vom gemeinsamen Leben, vielleicht auch vom Kreis um Nikolaus von Cues und Rudolf von Rüdesheim, ist G. in seinen Reformen zu Mainz und Pfaffenschwabenheim einer der Wegbereiter der Devotio moderna am Mittelrhein.

  • Literatur

    H. Schrohe, Die letztwillige Verfügung d. Scholasters Dr. B. G., in: Archiv f. hess. Gesch. NF 14, 1925, S. 482-95;
    A. Gerlich, Dr. decret. B. G., in: Jb. f. d. Bistum Mainz 6, 1951/54, S. 232-45 (L).

  • Autor/in

    Alois Gerlich
  • Zitierweise

    Gerlich, Alois, "Groß, Bernhard" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 138-139 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136140254.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA