Lebensdaten
1856 - 1935
Geburtsort
Inning am Ammersee
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Forstwissenschaftler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136063896 | OGND | VIAF: 80471506
Namensvarianten
  • Grasmann, Eustachius

Orte

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Zitierweise

Grasmann, Eustachius, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136063896.html [24.09.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Karl (1823–89), Revierförster, S d. Oberjägers u. Revierförsters Anton u. d. Maria Theresia Prunner;
    M Josefa (1832–94), T d. Bäckermeisters Eustachius Zintner in M. u. d. Josefa Sellmaier;
    München 1887 Anna ( 1948), T d. Jakob Rr. v. Henle (bayer. Personaladel 1898, 1826-1905), Reg.-dir. b. d. Bayer. Staatsbahn, Vorstand d. Bau-Abt., u. d. Cäcilie Thormann;
    2 S Karl (* 1888), Prof., Chefarzt, Max (* 1889), Präs. d. Landeszentralbank v. Bayern.

  • Leben

    G. besuchte zunächst die Klosterschule in Metten und studierte dann 1875-78 Forstwissenschaften an der Forstakademie Aschaffenburg und an der Universität München. Seiner Promotion 1878 folgte eine Anstellung als wissenschaftlicher Assistent. Bis 1887 wirkte er an der Universität, 1882-83 unterbrochen durch Tätigkeit auf Waldgütern der späteren bayerischen Königin Maria Theresia in Mähren und Ungarn. 1887 nach Japan berufen, hielt er an der Land- und Forstwirtschaftsschule Tokio und späteren landwirtschaftlichen Abteilung der Kaiserlichen Universität Vorlesungen über Forstpolitik und forstliche Betriebswirtschaftslehre. Daneben war er Gutachter für den Waldbau in Tsingtau und Kiautschau. 1896 nach Deutschland zurückgekehrt, wirkte er in der Bayerischen Forstverwaltung, zuletzt bis 1922 als Regierungsdirektor der Kammer der Forsten, von 1923 an als forstwirtschaftlicher Berater und Gutachter des Bayerischen Könighauses. – Als der erste deutsche Forstwissenschaftler in Japan wurde G. mit zum Wegbereiter der modernen japanischen Forstpolitik. Auf Grund seiner zahlreichen Reisen im Lande mit den praktischen Aufgaben vertraut, entwarf er aus genauer Kenntnis heraus Reformpläne für die Forstkultur, die sich für die japanische Forstwirtschaft als überaus bedeutsam erwiesen.

  • Werke

    Btr. z. Lehre vom Lichtungszuwachs im bes. bei Fichte, Kiefer u. Tanne, Diss. München 1878;
    Forstl. Exkursionen in d. Kisogwaldungen, Prov. Shinano, in: Mitt. d. Dt. Ges. f. Natur- u. Völkerkde. Ostasiens 5, Tokio 1891;
    Der Kampferbaum, ebd. 6, 1895.

  • Literatur

    K. Meißner, Deutsche in Japan 1639-1939, 1940, S. 72 f.;
    Japan-Hdb., 1941, S. 113 f.

  • Autor/in

    Ingrid Schuster
  • Empfohlene Zitierweise

    Schuster, Ingrid, "Grasmann, Eustachius" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 748 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136063896.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA