Lebensdaten
um 1490 - 1559
Beruf/Funktion
Glockengießer ; Kunsthandwerker ; Ratsgenannter in Nürnberg ; Gießer
Konfession
katholisch,lutherisch
Normdaten
GND: 133697967 | OGND | VIAF: 40572284
Namensvarianten
  • Glockengießer, Hans (III)
  • glockengießer, hans
  • Glockengießer, Hans III.
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Zitierweise

Glockengießer, Hans (III), Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd133697967.html [01.08.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Hans II ( 1521), Glockengießer, S d. Konrad d. Ä. (um 1410–86), Glockengießer (S d. Hans I, s. Gen. 3), u. d. Catharine Sternecker;
    M Agnes Diem, Wwe d. Münzmeisters Stephan Sachs;
    Ur-Groß-Ov Ulrich (s. 3);
    Groß-Ov Konrad d. J., gen. Gnotzhamer ( 1472), Glockengießer;
    Ov Nikolaus, gen. Gnotzhamer ( 1506), Glockengießer;
    1) 1518 Barbara Grätz, 2) 6.9.1540 Ursula Ungelter, Wwe d. Christoph I Glockengießer ( 1539, s. Gen. 1); 1559 ohne männl. Nachkommen, 1 T;
    Stief-S Christoph II (s. 1).

  • Leben

    G. war ein weithin geschätzter Kunsthandwerker. 1519 wurde er Ratsgenannter in Nürnberg. Er baute das ererbte Haus zum Glockenstuhl um und brachte ein „Chörlein“ mit der Jahreszahl 1522 und den Wappen der Eheleute an. Der Erker hat sich, in einen Neubau eingefügt, erhallen. Vor den Toren Nürnbergs erwarb G. 1528 den Landsitz Galgenhof, später Glockenhof genannt. Dieser Besitz blieb jahrhundertelang in der Hand der Familie. Die Glocke in Altdorf bei Nürnberg (Ø111 cm), die G. mit seinem Namen signierte und mit Darstellungen von Heiligen schmückte, wird noch täglich geläutet und beweist seine hervorragende Arbeit. Die größte Glocke des Eichstätter Domes, „Die Hallerin“ (1540, Ø 180 cm), führt diesen Namen nach ihrer mächtigen Stimme. Während das Band der Inschrift noch gotische Formen aufweist, zeigen die angebrachten Wappen und Schildgehäuse schon Renaissancecharakter. S. Thurm findet den Umbruch der Zeit deutlich sichtbar auf der größten Glocke des Ellwanger Geläuts, die G. im Stil der Renaissance schuf.

  • Werke

    Weitere erhaltene Glocken u. a. 1537 Amberg, Pfarrkirche St. Martin (Ø 170 cm, mit eingegossenen Wappen);
    1540 Weiden, ev. Pfarrkirche;
    1548 Ellwangen, Stiftskirche (Geläute v. 6 Glocken, davon 3 erhalten);
    1550 Kloster Neresheim (heute Stuttgart, Landesmus.);
    1551 Grettstadt b. Schweinfurt;
    1551 Gochsheim b. Schweinfurt;
    1558 Sulzbach, Stadtpfarrkirche;
    vor 1559 Wemding.

  • Autor/in

    Christa Schaper
  • Empfohlene Zitierweise

    Schaper, Christa, "Glockengießer, Hans (III)" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 460 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd133697967.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA