Lebensdaten
1870 – 1947
Geburtsort
Lichtenstadt bei Karlsbad (Böhmen)
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Hygieniker ; Pharmakognost ; Arzt ; Militärarzt
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 138086982 | OGND | VIAF: 88152426
Namensvarianten
  • Glaser, Erhard Johann
  • Glaser, Erhard
  • Glaser, Erhard Johann

Orte

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Zitierweise

Glaser, Erhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138086982.html [17.08.2022].

CC0

  • Genealogie

    V Jakob, Kaufm.;
    M Magdalena Grünes; ledig.

  • Biographie

    G. besuchte das deutsche Gymnasium und die Universität Prag (doctor medicinae 1897), wurde 1897 zum Oberarzt, 1899 zum Regimentsarzt befördert und war als Spezialist für Augen- und Ohrenkrankheiten an Garnisonsspitälern tätig. 1901 erfolgte seine Kommandierung zum chemischen Laboratorium des Militärsanitätskomitees in Wien, dessen Leiter er später wurde. Nach nebendienstlichem Chemiestudium promovierte er zum Dr. phil. (Wien 1903). 1914 habilitierte er sich für Hygiene. Während des Weltkrieges war er Präses einer Salubritätskommission (zuletzt Generalstabsarzt). Nach Überführung seiner Dienststelle in den zivilen Bereich wurde er Leiter des chemischen Laboratoriums des Volksgesundheitsamts (1921 Hofrat). Bei Eingliederung dieses Laboratoriums in das Pharmakognostische Institut der Universität Wien (1923 unter R. Wasicky) behielt G. dessen Leitung, setzte hier seine wissenschaftlichen Arbeiten fort und wurde 1926 außerordentlicher Professor der Pharmakognosie. Zuletzt arbeitete er am Hygienischen Institut (emeritiert 1942). Im 2. Weltkrieg war er als Generalarzt beim Heer. – G.s wissenschaftliche Arbeiten galten anfangs der allgemeinen Hygiene und Militärhygiene, der reinen Chemie, Lebensmittelchemie und gerichtlichen Chemie. Später widmete er sich vor allem der Untersuchung pharmakologisch wirksamer Naturstoffe und der pharmakologischen Beurteilung bestimmter Heilwässer. Seinen Namen trägt der Glaser-Haempelsche Fischtest, den die beiden Gelehrten zur Beurteilung von Hormonpräparaten und Aphrodisiaca entwickelten.

  • Werke

    u. a. Zur Frage d. Paratyphusinfektionen durch Fleischwaren, in: Zs. f. Hygiene u. Infektionskrankheiten 67, 1910, S. 459-511;
    Desinfektion v. Fäkalien u. städt. Siedwässern…, in: Archiv f. Hygiene 77, 1912;
    Mil.med. u. ärztl. Kriegswiss., 1914;
    Über d. chem. Zusammensetzung d. Insulins, in: Biochem. Zs. 161, 1925, S. 121-27 (mit G. Halpern);
    Die Aufgabe moderner Krankenhäuser im Dienste d. Krankheitsverhütung…, in: Wiener med. Wschr. 81, 1931, S. 758-60;
    Unser Fischtest als Standardisierungsmethode d. männl. Sexualhormons, in: Endokrinologie 11, 1932, S. 81-92 (mit O. Haempel);
    Die Beurteilung d. Aphrodisiaca u. Antiaphrodisiaca bei biol. Prüfung durch d. Glaser-Haempelschen Fischtest, in: Scientia Pharmaceutica 8, 1937, S. 1-8;
    Ein brauchbarer Test z. pharmakol. Beurteilung bestimmter Mineralwässer…, in: Archiv f. experimentelle Pathol. u. Pharmakol. 190, 1938, S. 712-18 (mit O. Haempel u. F. Ranftl).

  • Literatur

    L. Fuchs, in: Österr. Apotheker-Ztg. 1, 1947, S. 143;
    Wiener Ztg. v. 16.7.1947;
    Teichl, 1951, S. 373;
    ÖBL;
    Fischer;
    Pogg. VI, VII a.

  • Porträts

    in: Wiener med. Wschr. 80, 1930, S. 99.

  • Autor/in

    Kurt Ganzinger
  • Zitierweise

    Ganzinger, Kurt, "Glaser, Erhard" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 430 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138086982.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA