Lebensdaten
1853 bis 1925
Geburtsort
Friedberg bei Augsburg
Sterbeort
Kitzingen/Main
Beruf/Funktion
Geograph
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116519843 | OGND | VIAF: 67219021
Namensvarianten
  • Geistbeck, Alois
  • Geistbeck, A.
  • Geistbeck, Aloys

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Zitierweise

Geistbeck, Alois, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116519843.html [26.10.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Michael (1809–64), S d. Joachim, beide Lodentuchmacher, u. d. Anna Maria Reisinger;
    M Therese (1809–75), T d. Tuchmachers Augustin Boniberger in F. u. d. Maria Anna Gail;
    B Michael (s. 2);
    Augsburg 1906 Pauline (Paula) verw. Kuhn (1870–1959), T d. Baumeisters Gg. Reingruber u. d. Wilhelmine Arnet; kinderlos; 2 Stief-T.

  • Leben

    G. wirkte nach Absolvierung der Lehrerbildungsanstalt in Freising zunächst als Lehrer an verschiedenen Volksschulen, studierte dann aber ab 1876 an der TH München „Realien“ (Deutsch, Geschichte, Geographie), legte hier 1879 die Lehramtsprüfung ab und wurde Reallehrer an der Städtischen Handelsschule in München. 1885 promovierte er in Erlangen. 1885-92 ordnete und leitete er das Volksschulwesen der Stadt Ludwigshafen/Rhein und wirkte dann als Studienrat, später Oberstudienrat an höheren Schulen, 1892-99 in Augsburg, 1900-06 in München, zum Teil auch Neuburg/Donau, zuletzt 1906-19 in Kitzingen/Main. – G. war ein führender Schulgeograph, der die Methode des Erdkundeunterrichtes wie wenige andere durch zahllose Arbeiten gefördert hat. Er wurde weithin bekannt durch die von ihm seit 1900 mitbesorgten und maßgeblich gestalteten Ausgaben des Geographielehrbuches von Michael Geistbeck (s. 2) beziehungsweise Fischer-Geistbeck. Darüber hinaus war auch die wissenschaftliche Leistung bedeutend. Sie begann 1880 unter|starkem Einfluß von F. Ratzel mit der Lösung einer geographischen Preisaufgabe der TH München über das Isargebiet. Besonderen Ruf erwarb sich G. durch die Auslotung der bayerischen Seen und das Werk „Die Seen der deutschen Alpen“ (Dissertation 1885), das die ersten Tiefenkarten enthält und ihm den Ruf als „Vater der bayerischen Seenkunde“ eintrug. G. verfaßte ferner zahlreiche Arbeiten zur bayerischen und pfälzischen Landeskunde und gab für den Unterricht geographische Typenbilder heraus.

  • Literatur

    Ch. Kittler, in: Geogr. Anz. 24, 1923, S. 241-43 (W-Verz.);
    ders., ebd. 27, 1926, S. 44;
    L. Simon, A. G.s Lebenswerk, 1927 (W-Verz., P);
    E. Banse, in: Lex. d. Geogr. I, 1933, S. 482.

  • Autor/in

    Edwin Fels
  • Empfohlene Zitierweise

    Fels, Edwin, "Geistbeck, Alois" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 162 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116519843.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA