Lebensdaten
1788 bis 1861
Geburtsort
Bietigheim (Württemberg)
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
württembergischer Finanzminister ; Organisator des württembergischen Eisenbahnwesens
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 13635002X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gärttner, Karl Gottlob Christian von
  • Gärttner, Karl (bis 1818)
  • Gärttner, Karl Gottlob Christian (bis 1818)
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Zitierweise

Gärttner, Karl von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13635002X.html [09.12.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Phil. Ludw. (1762–1816), Kameralverwalter in Balingen, S d. Oberwagenmeisters Johs. in St. u. d. Elisabetha Hausslin;
    M Christiane Dor. (1762–1831), T d. Ratsherrn Joh. Martin Böhringer in B. u. d. Maria Dor. Stierlin;
    B Ludw. Aug. v. G. (württ. Personaladel 1832, 1790-n. 1878), Stadtdir. v. Stuttgart, Präs. d. württ. Oberrechnungskammer u. d. Staatskassen, Abg. d. 2. Kammer;
    Stuttgart 1815 Friederike (1796–1866), T d. Kaufm. Ferd. Heinr. Autenrieth u. d. Susanne Henriette Seybel;
    1 S, 2 T Eduard v. G. (württ. Personaladel 1872, 1822-85), württ. GR u. Kabinettschef, Sophie (⚭ Emil v. Georgii-Georgenau, 1820–94, nd.länd. Gen.-Konsul), Marie (⚭ Carl v. Etzel, 1865, Eisenbahn-Ing. u. Architekt, s. NDB IV);
    E Eberhard v. Georgii-Georgenau (1848–1927), Genealoge, griech. Gen.-Konsul.

  • Leben

    Als Vorbereitung für die Beamtenlaufbahn beendete G. mit 18 Jahren die übliche Schreiberlehre und stieg dank außergewöhnlicher|administrativer und charakterlicher Befähigung rasch in der württembergischen Verwaltung auf. Mit 30 Jahren bereits geadelt, ward er 1824 Direktor der Hofdomänenkammer, dazu 1832 Mitglied des Geheimen Rats und 1839 Präsident der landwirtschaftlichen Zentralstelle. Als lebenslängliches Mitglied der 1. Kammer seit 1842 trat er in der Finanzkommission und als Berichterstatter für Eisenbahnfragen hervor. Schon 1836 war er führendes Mitglied der privaten Württembergischen Eisenbahngesellschaft gewesen und mit dem vorübergehend wieder in Württemberg weilenden Friedrich List in persönliche Berührung gekommen. Vertraut mit der das Land seit Jahren bewegenden Eisenbahnfrage und im Gegensatz zu Finanzminister Christoph Herdegen das Eisenbahngesetz vom 18.4.1843, das die Hauptbahn als Staatsaufgabe erklärte, bejahend, wurde G. am 31.8.1844 dessen Nachfolger und übernahm zugleich das Eisenbahnwesen vom Innenministerium. Der Bau hatte soeben bei Stuttgart begonnen. G. setzte ihn an verschiedenen Stellen zugleich beschleunigt fort, trotz vieler noch offener Fragen, zum Beispiel des Anschlusses an Baden und Bayern, und hat insbesondere seine schwierige Finanzierung ermöglicht. Für die ganz neuen Fragen des Betriebs, des Personals und der Verwaltung fand er vorbildliche Lösungen. Auch die zusätzlichen Anforderungen der Hungerjahre seit 1846 an den Haushalt wußte G. zu meistern. Mit der Berufung des Märzministeriums (9.3.1848) schied G. als Finanzminister aus, blieb aber unter anderem Berichterstatter für Eisenbahnsachen in der 1. Kammer. Ungewöhnliches Vertrauen und Ansehen von allen Seiten genießend, hat G. den Staatsbahngedanken in Württemberg in anerkannt musterhafter Weise realisiert.

  • Literatur

    Frdr. List, Werke III, 1931, S. 939, VIII, 1933, S. 457;
    A. Dehlinger, in: Lb. Schwaben V, 1950, S. 214-27 (Qu., L, P).

  • Portraits

    Ölgem. v. J. Büchner, 1832 (im Bes. v. Frau L. v. Georgii-Georgenau, Dachshof b. Bad Teinach), Abb. in: Lb. Schwaben V, 1950, S. 224.

  • Autor/in

    Paul Gehring
  • Empfohlene Zitierweise

    Gehring, Paul, "Gärttner, Karl von" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 26 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13635002X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA