Lebensdaten
1833 - 1903
Geburtsort
Mannheim
Sterbeort
Mannheim
Beruf/Funktion
Großkaufmann ; Abgeordneter ; Politiker ; Kaufmann ; Kommerzienrat
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 133254356 | OGND | VIAF: 57797257
Namensvarianten
  • Diffené, Philipp Daniel
  • Diffené, Philipp
  • diffene, philipp
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Zitierweise

Diffené, Philipp, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd133254356.html [25.07.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Heinr. Christian (1804–83), Weingroßhändler, OberBgm. v. Mannheim 1852-61, erster Handelsrichter, Abg. des Zollparlamentes, Vors. des Aufsichtsrates der Mannheimer Dampfschleppschiffahrtsgesellschaft u. der Badischen Schiffahrtsassekuranzgesellschaft (s. ADB XLVII), S des Joh. Daniel (1773–1820), Gastwirt in Mannheim, Abg. im badischen Landtag 1819;
    M Babette (1810–69), T des Weinhändlers Joh. Phil. Sauerbeck;
    B Dr. iur. Karl (1836–1902), Vors. des Aufsichtsrates der Mannheimer Dampfschleppschiffahrtsgesellschaft u. der Badischen Schiffahrtsassekuranz, 1887 Stadtrat, KR, Vors. des Verwaltungsrates des Ver. öff. Bibl.;
    1864 Emma (1840–1920), T des Ludw. Böhme, VerwaltungsGer.-Dir. in Bruchsal, u. der Henriette Förster;
    3 T, u. a. Emma ( 1931, 1883 Georg Giulini di Giulino, 1954, Fabrikant).

  • Leben

    D. ist der markanteste Repräsentant des Mannheimer Kaufmannstandes zu der Zeit, als Mannheim - nicht zuletzt als Endpunkt der Rheinschiffahrt - noch der mit großem Abstand führende Umschlagsplatz Süddeutschlands war, bevor die Industrie den Großhandel überflügelte. Er übernahm die väterliche Tabak- und Weinhandlung Sauerbeck & Diffené als Mitinhaber. Seine öffentliche Laufbahn begann 1871 mit der Wahl in den Bürgerausschuß, dem er ununterbrochen angehörte, mehrere Jahre auch als Obmann des Stadtverordneten-Vorstandes. 1876 wurde er Vizepräsident und 1880 Präsident der Mannheimer Handelskammer, einer der maßgeblichsten Institutionen dieser Art jener Zeit im Reich. Vornehmlich auf Betreiben der Mannheimer Handelskammer wurden die Handelskammern 1878 auf gesetzliche Grundlage gestellt und alle im Handelsregister eingetragenen Firmen als wahlberechtigt, aber auch beitragspflichtig erklärt.

    Als einer der Führer der Nationalliberalen Partei vertrat D. seine Vaterstadt von 1886 bis 1890 im Reichstag. Hier war er Initiator der Bestrebungen, auch im Ausland Handelskammern zu errichten, die als wirtschaftliche Beiräte der Konsulate fungieren sollten. Als Handelskammerpräsident setzte sich D. in der Börsen-Enquête-Kommission des Reiches für die Reform des Börsenwesens ein. Endlich bekleidete D. lange Jahre hindurch das Amt des Präsidenten des Badischen Handelstages und einiger patriotischer und gemeinnütziger Vereinigungen. Mitglied des bleibenden Ausschusses des Deutschen Handelstages war er von 1886 an, Vizepräsident der Ersten Kammer der Badischen Landstände seit 1893. Bei der Reichstagswahl 1890 unterlag D. erst in einer|Stichwahl dem sozialdemokratischen Kandidaten. - GKR.

  • Literatur

    A. Blaustein, Die Handelskammer Mannheim u. ihre Vorläufer 1728-1928, 1928;
    ders. u. P. Well, in: Bad. Biogrr. VI, 1935, S. 447 ff. - Zu B Karl: ebd., S. 793 ff.

  • Autor/in

    Walter E. Senk
  • Empfohlene Zitierweise

    Senk, Walter E., "Diffené, Philipp" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 715 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd133254356.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA