Lebensdaten
1765 bis 1837
Geburtsort
Nixdorf (Mikulášovice, Böhmen)
Sterbeort
Nixdorf (Mikulášovice, Böhmen)
Beruf/Funktion
Stahlwarenfabrikant
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136232213 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Rössler von Ehrenstahl, Ignaz Edler von
  • Rösler, Ignaz
  • Rösler von Ehrenstahl, Ignaz Edler von
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Rösler von Ehrenstahl, Ignaz Edler von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136232213.html [20.02.2019].

CC0

  • Genealogie

    V N. N.;
    M N. N.;
    Vt (?) Johann Franz Fischer (1758–1832), Kaufm., k. k. Distrikts-Tabak- u. Stempel-Verleger in Rumburg;
    N Franz Aloys Fischer (1784–1842), Fabr. (s. NND), Emanuel Fischer Edler v. Röslerstamm (1787–1866, österr. Adel 1819, seit 1852 ref.), Kaufm., Dir. u. Gesellschafter d. Feinstahlfabrik Ignaz Rösler in N., Bleistiftfabr. in Wien, Entomologe (s. ÖBL; GHdA Adelige Häuser B 18, 1989, S. 117);
    Gr-N Franz Fischer Edler v. Röslerstamm (1819–1907), Eisenbahnmasch.ing., Erfinder (s. NDB V).

  • Leben

    R. absolvierte eine Kaufmannslehre und beteiligte sich an der Seidenbandfabrik des Jakob Ließner in Niedernixdorf, deren Betrieb Ende 1800 eingestellt wurde. Er begann daraufhin einen Handel mit Eisenwaren aus den Erbländern, wie Sensen, Sicheln, Strohmesser und Nürnberger Waren; Nixdorf war traditionelles Zentrum des böhm. Scherenschleifergewerbes. R., der 1796 auch eine Schleifmühle gepachtet hatte, reorganisierte mit seinem Kapital dieses regionale Gewerbe und behob die qualitativen Mängel durch Rekrutierung von Handwerkern mit speziellen Fertigkeiten aus teils entfernt gelegenen Gebieten für seine Produktion. Aus dem vorwiegend verlegerisch organisierten Handwerk entwickelte er seit 1798 eine leistungsfähige fabrikmäßige Fertigung. 1802 erfolgte die Gründung einer Stahlwarenfabrik auf dem Gelände der ehem. Seidenbandfabrik. 1811 wurde diese zur landesbefugten „Ignaz Röslerschen Feinstahl- und Nürnbergerwaren- und Pfeifenkopffabrik“ (92 Beschäftigte). Produziert wurden verschiedene Arten von Rasier-, Tisch-, Taschen- und Federmessern, Scheren, chirurgischen Instrumenten mit engl. Politur, vielfältige Sorten hölzerner Pfeifenköpfe, Pfeifenkopfbeschläge, Knöpfe, Reiseetuis, Drechslerwaren, Tabaksbeutel und Ridiküls, Tischlerwerkzeuge und Sägeblätter. 1815 übergab R. die Firma an seine Neffen Emanuel Fischer Edler v. Röslerstamm, Franz Fischer sowie Josef und Alois Rösler, behielt sich jedoch ein Mitspracherecht vor. Die Gründung von Filialen in Wien und Brünn (Brno) hatte eine rasche Ausweitung des Unternehmens zur Folge, der Vertrieb seiner Waren erfolgte in ganz Europa.

  • Literatur

    Mittheilungen d. Nordböhm. Exkursions-Clubs 5, 1882, S. 245-47, 286-93, 7, 1884, S. 143-48, 8, 1885, S. 111-15;
    K. Bosl (Hg.), Hdb. d. Gesch. d. böhm. Länder II, 1974, S. 541, 617;
    F. Hantschel, Biogrr. dt. Industr. aus Böhmen, 1920, S. 492;
    Wurzbach;
    ÖBL;
    Biogr. Lex. Böhmen.

  • Autor/in

    Andrea Pühringer-Gräf
  • Empfohlene Zitierweise

    Pühringer-Gräf, Andrea, "Rösler von Ehrenstahl, Ignaz Edler von" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 744 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136232213.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA