Lebensdaten
1786 bis 1862
Geburtsort
Nördlingen
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116006374 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Adam, Albrecht
  • Adam, Alb.
  • Adam, Albert

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Zitierweise

Adam, Albrecht, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116006374.html [19.06.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus einer Bürgerfamilie, die ursprünglich aus Ulm stammt;
    V Veit Jeremias Adam (1754–1830), Konditor in Nördlingen;
    M Margarethe Barbara, T des Pastors Thilo aus Nördlingen;
    Ur-Gvv Jeremias Adam (1698–1735), Stadt- und Spitalphysikus in Ulm;
    B Heinrich Adam (1787–1862), Maler;
    1812 München Magdalena (1793–1865), T des Kaufmanns Sander aus Mailand;
    S Franz Adam (s. 3), Eugen Adam (s. 2), Julius Adam (1826–74), Lithograph, Raphael Benno Adam (1812–92), Tiermaler;
    E Emil Adam (S des Benno Adam, 1843–1924), Tiermaler, Julius Adam (s. 4, S des Julius Adam);
    Ur-E Richard Benno Adam (S des Emil Adam, 1873–1937), Tier- und Sportmaler.

  • Leben

    A. war zunächst Konditor, wandte sich dann aber dem Künstlerberuf zu. In München (seit 1807) wurde er von G. von Dillis gefördert. 1809 reihte ihn Graf Froberg-Montjoie in sein Gefolge ein, und A. nahm am Feldzug gegen Österreich teil. Als Hofmaler des Vizekönigs von Italien begleitete er Eugen Beauharnais auf allen Feldzügen, so auch nach Rußland 1812. Es entstand eine Sammlung von 83 Blättern, Episoden aus dem russischen Feldzug, die später, unter Mitarbeit der Söhne Benno und Franz erweitert, in 100 Lithographien erschien (1827-33). König Ludwig I. bestellte bei A. für den Schlachtensaal der Residenz die „Schlacht von Borodino“ und Herzog Max von Leuchtenberg für sein Palais in Petersburg 12 große Schlachtenbilder. 1848 war A., begleitet von seinem Sohn Eugen, im Hauptquartier des Feldmarschalls Radetzky und nahm am oberitalienischen Feldzug teil. Schlachtenbilder entstanden im Auftrag Kaiser Franz Josephs und König Ludwigs I. Bei dieser umfangreichen Tätigkeit wurde die Mitarbeit der Söhne immer stärker. 1855-57 weilte A. mit seinen Söhnen Franz und Benno in Wien zur Erledigung verschiedener Bestellungen des Kaisers und des Adels. Mit der „Schlacht von Zorndorf“, gemalt für König Max II. (1859–62), schloß A. seine fruchtbare Tätigkeit ab. - In den Frühbildern A.s sind noch barocke Elemente erkennbar; im Studium der Niederländer und durch eine sachliche Auffassung der Natur entwickelt sich eine realistischere Darstellung. Die zeitbedingte Durcharbeitung seiner Bilder mit vielen reizvollen Einzelheiten gefährdet manchmal den großen Zusammenhang, aber ein natürliches Gefühl für Verteilung der Massen und eine räumliche Schaubarkeit zeichnen alle seine Schlachtenbilder aus. Ebenso bewahrt sein malerischer Vortrag bei aller zeichnerischen Gewissenhaftigkeit eine gewisse Lockerheit und farbige Frische. Alle diese Eigenschaften machen A. zu einem der bedeutendsten Vertreter der Schlachtenmalerei im 19. Jahrhundert; seine Erfahrungen hat er einigen Schülern, vor allem seinen Söhnen, weitergegeben.

  • Werke

    Weitere W Aus dem Leben eines Schlachtenmalers, Selbstbiogr., hrsg. v. H. Holland, 1886;
    Des Krieges Grauen u. d. Lebens Lust, aus d. Erinnerungen d. Schlachtenmalers A. A., hrsg. v. L. Adam, 1942.

  • Literatur

    ADB I;
    F. v. Bötticher, Malerwerke d. 19. Jh.s, 1895.

  • Portraits

    Selbstbildnis mit d. Söhnen Eugen u. Franz (Berlin, Nat.-Gal.).

  • Autor/in

    Eberhard Hanfstaengl
  • Empfohlene Zitierweise

    Hanfstaengl, Eberhard, "Adam, Albrecht" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 51-52 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116006374.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA