Lebensdaten
1842 – 1919
Geburtsort
Salzburg
Sterbeort
Salzburg
Beruf/Funktion
Naturforscher
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 132159503 | OGND | VIAF: 40528777
Namensvarianten
  • Fugger, Friedrich Eberhard
  • Fugger, Eberhard
  • Fugger, Friedrich Eberhard
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Objekt/Werk(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Fugger, Eberhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd132159503.html [27.02.2024].

CC0

  • Genealogie

    Unehel.;
    V Friedrich Gf. Fugger v. Kirchberg u. Weißenhorn (1787–1846), bayer. Kammerherr, S d. Anton (1750–90) u. d. Euphemia Gfn. Fugger zu Babenhausen (1762–1833);
    M Walburga Kuhn (Kohn) (1815–85), Haushälterin d. Frdr. Gf. F., T d. Tuchmachers Mathias K. u. d. Krescenz Stigler in Babenhausen;
    Zieh-V (Heirat 1846) Karl Schuster, Kassier d. Landeshauptkasse;
    Wien 1865 Adelheid, T d. Chorregenten u. Pianisten Karl Matzenauer u. d. Aloisia Resch;
    S Eberh. Ludw. (1875–1908), Realschulprof. f. Chemie, Math. u. Physik.

  • Biographie

    Nach naturwissenschaftlichen Studien 1860-64 und Ablegung der Lehramtsprüfung (Chemie, Physik, Mathematik) an der Universität Wien unterrichtete F. an Realschulen in Stockerau 1864-70 und Salzburg 1870-99. – F.s wissenschaftliche Arbeiten, fast durchwegs dem Lande Salzburg gewidmet, bereicherten dessen naturwissenschaftliche Erforschung in den verschiedensten Disziplinen. Als Kustos des botanischen Gartens ab 1881 richtete F. diesen vor allem als eine Schau der heimischen Salzburger Flora ein. Er verfaßte Verzeichnisse der Salzburger Pflanzen und Mineralien, letzteres erstmals auch unter Berücksichtigung des geologischen Vorkommens, wie auch die Mehrzahl seiner Arbeiten geologischen Themen galt (Seen des Landes, Vorland der Stadt). Allgemeine Bedeutung erlangten Untersuchungen in den Höhlen Salzburgs, insbesondere des Untersbergs, mit denen er den Beweis von der Richtigkeit der alten Deluc-Thyr’schen Annahme (Höhleneisbildung im Winter) erbringen und die Sommereistheorie endgültig widerlegen konnte. F.|war Erdbebenreferent des Landes Salzburg und stellte 9 Jahre lang auch phänologische Beobachtungen an. Seit 1877 Leiter der mineralogisch-geologischen Sammlung des Salzburger Landesmuseums, vermehrte er diese vor allem durch eigene Geschenke und besorgte deren Neuaufstellung, nachdem er 1902 die ehrenamtliche Direktion des Museums übernommen hatte, in welchem er umfangreiche Katalogisierungs- und Inventarisierungsarbeiten durchführte.

  • Auszeichnungen

    1888-1918 Vorstand d. Ges. f. Salzburger Landeskde., Ehrenbürger v. Salzburg (1911), Dr. h. c. (Innsbruck 1912).

  • Werke

    W u. a. Die Mineralien d. Hzgt. Salzburg, in: Jber. d. k.k. Oberrealschule Salzburg 11, 1878;
    Eishöhlen u. Windröhren, ebd. 24-26, 1891-93;
    Naturwiss. Stud. u. Beobachtungen aus u. üb. Salzburg, 1885 (mit K. Kastner);
    Analyt. Tabellen z. Bestimmung d. Salzburger Mineralien, 1887 (mit dems.);
    Beobachtungen in d. Eishöhlen d. Untersberges, in: Mitt. d. Ges. f. Salzburger Landeskde. 28, 1888;
    Flora d. Hzgt. Salzburg, ebd. 31 u. 39, 1891 u. 1899 (mit K. Kastner);
    Geschiebe d. Salzach, in: Mitt. d. Geogr. Ges. in Wien, 1895 (mit dems.);
    Das Mus. Carolino-Augusteum in Salzburg 1833–1908, 1908.

  • Literatur

    E. Pillwein u. V. Jäger, in: Mitt. d. Ges. f. Salzburger Landeskde. 59, 1919, S. 65-80 (P);
    J. Gassner, Die Ehrenbürger d. Landeshauptstadt Salzburg, 1954, S. 45 (P);
    Pogg. III, IV;
    ÖBL.

  • Porträts

    Ölgem. v. Elfriede Mayer, 1917/18 (Salzburger Landesmus. Carolino-Augusteum).

  • Autor/in

    Helmut Dolezal
  • Zitierweise

    Dolezal, Helmut, "Fugger, Eberhard" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 723-724 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd132159503.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA