Lebensdaten
1840 bis 1918
Geburtsort
Augsburg
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Reproduktionstechniker ; Kunstverleger
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 137509030 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Frisch, Christoph Albert
  • Frisch, Albert
  • Frisch, Christoph Albert
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Zitierweise

Frisch, Albert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137509030.html [16.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Johann (1803–81, kath.), Inh. e. Baumwollspinnerei;
    M Frieder. Auguste Körber (1805–49, ev.);
    Stuttgart 1878 Anna verw. Hertel (* 1851), T d. Kaufm. Frdr. Hertel in Nürnberg u. d. Natalie Sick;
    S Albert, Nachf. d. V.

  • Leben

    F.s Entwicklung als Photograph und Reproduktionstechniker begann bei Josef Albert, dem Miterfinder und Verbesserer des Lichtdrucks, in München. 1860 reiste er nach Buenos Aires und Rio de Janeiro. Im Amazonasgebiet stellte er photographische Aufnahmen seltener Pflanzen für die seit 1840 von ihrem Begründer C. Ph. Martius herausgegebene „Flora brasiliensis“ her. Dann arbeitete er wieder mit J. Albert zusammen an der Verbesserung und Verbreitung des Lichtdrucks, bis 1870 in der Steindruckerei von Le Mercier in Paris, später bei Bierstadt & Co. in New York. Unter der Firma Nöhring & F. verselbständigte er sich 1874 in Lübeck, gründete aber bereits 1875 in Berlin, unterstützt durch die Königlichen Museen, einen Kunstverlag und eine Licht- und Steindruckerei, in der er den Dreifarbenlichtdruck entwickelte (1896). Er druckte die „Kaiserurkunden in Abbildungen“ von H. von Sybel und Th. von Sickel (1880–91), Friedrich Lippmanns „Zeichnungen alter Meister“ und „Die Zeichnungen von Albrecht Dürer“ (1883 folgende) und, epochemachend in der Entwicklung des Lichtdrucks, das Faksimile des Breviarium Grimani (1904–10). Unter seinem Sohn wurden, gefördert durch die Forschungen des Physikers Adolf Miethe, Höchstleistungen der Reproduktionstechnik erreicht, zum Beispiel die Faksimile-Ausgabe der Gutenberg-Bibel (1913–23), die Manessische Liederhandschrift (1929), die Faksimiles der Quedlinburger Itala-Fragmente (1932) und der Codex Wittekindeus (1938).

  • Literatur

    A. F., Graph. Kunstanstalt, Druckerei u. Verlag, Berlin W 35, 1875-1915 (mit Lichtdruckproben, P);
    Börsenbl. f. d. dt. Buchhandel 85, Nr. 135, 13.6.1918;
    Miethe, in: Zs. f. Reproduktionstechnik, 1918, S. 50 f.;
    E. Stenger, Die Phot. in Kultur u. Technik, 1938, S. 147;
    H. Schreiber, in: Archiv f. Buchgewerbe 77, 1940, S. 319 f.;
    K. Bauer, in: Lex. d. gesamten Buchwesens I, 1935, S. 585.

  • Autor/in

    Hans Lülfing
  • Empfohlene Zitierweise

    Lülfing, Hans, "Frisch, Albert" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 617 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137509030.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA