Lebensdaten
1869 bis 1940
Geburtsort
Chemnitz
Sterbeort
Baden-Baden
Beruf/Funktion
Bergmann
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 136001726 | OGND | VIAF: 80420183
Namensvarianten
  • Förster, Richard
  • Förster, Richard
  • Försther, Richard
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Zitierweise

Förster, Richard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136001726.html [22.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Bernhard (1840–1904), Geh. Bergrat, führte Elektrizität im Grubenbetrieb ein u. führte d. Abrüstung d. nicht mehr ertragsfähigen sächs.|Erzbergbaus durch, Geh. Finanzrat im sächs. Finanzmin., Vors. d. Knappschaftsberufsgenossenschaft, S d. Frdr. Aug. (s. Gen. 3);
    M Dorothea (1841–1910), T d. Assistenz- u. Finanzrats Karl Aug. Küttner in Dresden u. d. Wilhelmine Liebmann;
    Ov Richard (s. Gen. 3);
    Vt Karl s. (3), Hans Beschorner (1872–1956), Historiker, Dir. d. Hauptstaatsarchivs Dresden;
    Wiesbaden 1899 Maria (1868–1956), T d. Kaufm. Schnitzler;
    2 T.

  • Leben

    Nach dem Studium an der Bergakademie Freiberg in Sachsen übernahm F. 1896 die Leitung eines mexikanischen Silberbergwerks und trat 1897 als Vertreter des Werksdirektors der Zeche Hannover zu Hordel in den Dienst der Firma Fried. Krupp, die ihn 1900 zum Vorstand ihrer Bergverwaltung in Weilburg/Lahn (Brauneisen- und Roteisensteingruben) ernannte. Anfang 1915 berief ihn die Firma nach Essen und übertrug ihm als ordentlichem Mitglied des Direktoriums die Gesamtleitung ihrer Kohlen- und Erzgruben. Sein klug durchdachtes System von Aushilfen sicherte im Weltkrieg die durch Blockade und wachsende Transportschwierigkeiten gefährdete Versorgung des Konzerns mit Erzen und Brennstoffen. Im Zuge der Strukturwandlung der Firma nach dem verlorenen Krieg galt seine Hauptarbeit der Erhaltung und Verbreiterung der Kruppschen Rohstoffbasis. 1921 traf er Vereinbarungen mit der Mine de fer de Rochonvilliers über den Weiterbezug von Minette aus der an Frankreich abgetretenen Kruppschen Grube Langenberg in Lothringen. Im gleichen Jahr bereitete er durch Interessengemeinschaftsverträge den Erwerb der Steinkohlenzechen Constantin der Große und Helene-Amalie vor. 1925 brachte er die Zeche Emscher-Lippe durch Aufkauf der Anteile des Norddeutschen Lloyds ganz in Kruppschen Besitz. Als das Direktorium der Fried. Krupp AG 1925 in seiner Gesamtheit aus organisatorischen Gründen zurücktrat, wurde F. in den Aufsichtsrat der Firma gewählt, dem er bis zu seinem Tode angehörte.

  • Literatur

    Krupp-Mitt., 1940, S. 246 (P);
    Nekrologe a. d. rhein.-westfäl. Industriegebiet, Jg. 1939–51, 1955, S. 28;
    Rhdb. (P).

  • Quellen

    Qu.: Akten d. Krupp-Archivs. – Zu Vt Hans Beschorner: H. Kretzschmar, in: Archival. Zs. 52, 1956, S. 234 f.; M. Reuther, in: Petermanns Geogr. Mitt. 100, 1956, S. 214 f.; K. Blaschke, in: Berr. z. dt. Landeskde. 19, 1957, S. 29 ff. (Bibliogr., P).

  • Autor/in

    Ernst Schröder
  • Empfohlene Zitierweise

    Schröder, Ernst, "Förster, Richard" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 272 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136001726.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA