Lebensdaten
1854 bis 1924
Geburtsort
Groß-Umstadt (Hessen)
Sterbeort
Ammerland am Starnberger See
Beruf/Funktion
Physiker
Konfession
altkatholisch
Normdaten
GND: 11663510X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Föppl, August Otto
  • Föppl, August
  • Föppl, August Otto
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Zitierweise

Föppl, August, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11663510X.html [12.12.2017].

CC0

  • Genealogie

    V Carl Aug. (1817–87), Dr. med., zuletzt Kreisarzt in Höchst/Odenwald, S d. Fürstl. Löwenstein. Rentamtmanns Carl;
    M Christine ( 1863), T d. Gastwirts Heinr. Gimbel in Babenhausen;
    Ov Anton Carl (1815–74), Prof. d. Musik;
    Darmstadt 1878 Emilie (1856–1942, ev.), T d. Posthalters Heinr. Frdr. Schenck in Nidda;
    2 S, 2 T, Otto (* 1885), Prof. d. techn. Mechanik in Braunschweig, Ludw. (* 1887), Prof. d. techn. Mechanik in München, Gertrud ( Ludw. Prandtl, 1953, Prof. d. Mechanik in Göttingen), Else ( Hans Thoma, * 1887, Prof. d. Elektrotechnik).

  • Leben

    Die 1869 in Darmstadt begonnenen Studien (Bauingenieurwesen) setzte F. in Stuttgart bei O. Mohr fort (Technische Mechanik) und schloß sie 1874 in Karlsruhe mit der Diplomprüfung ab. Seine erste Anstellung fand er an der Baugewerkschule in Holzminden. 1877-92 war er Lehrer an der Gewerbeschule in Leipzig. Zur Erweiterung seiner Kenntnisse trieb er ab 1883 physikalische Studien bei G. Wiedemann und wurde 1886 promoviert, wobei die philosophische Fakultät seine beiden Veröffentlichungen „Theorie des Fachwerks“ (1880) und „Theorie der Gewölbe“ (1881) als Dissertation anerkannte. 1892 wurde er als außerordentlicher Professor für Landwirtschaftliche Maschinenlehre und Kulturtechnik an die Universität Leipzig berufen. 1894 folgte F. einem Ruf an die TH München als ordentlicher Professor für Technische Mechanik und Vorstand des Mechanisch-technischen Laboratoriums (Nachfolger von J. Bauschinger). 1922 wurde er emeritiert. – F.s Einfluß auf die Entwicklung der Technischen Mechanik als Wissenschaft und Lehrfach war bedeutend. Aufsehen erregte seine durch wissenschaftliche Berichterstattung angeregte „Einführung in die Maxwellsche Theorie der Elektrizität“ (1894), die durch Anwendung der damals in Deutschland noch wenig bekannten Vektorrechnung wesentlich zu deren Verbreitung beitrug. Arbeiten über räumliche Statik gaben wichtige Anregungen. F.s Theorien über die Lavalsche Turbinenwelle (Zivilingenieur, 1895/96) und den Schlickschen Schiffskreisel (VDI-Zs. 39, 1904) legten den Grund zur Lehre von den kritischen Schwingungen. Durch seine praktische Lehrtätigkeit – in seinem Laboratorium stand die Festigkeitsberechnung im Vordergrund – wie vor allem auch durch seine einheitlich und systematisch aufgebauten Lehrbücher, die „Vorlesungen über technische Mechanik“ (1897-1900, 151951, spätere Auflagen herausgegeben und neubearbeitet von seinen beiden Söhnen) und die Werke späterer Jahre, „Drang und Zwang“ (2 Bände, 1920, 31941/43, mit L. Föppl) und „Grundzüge der Festigkeitslehre“ (1923, mit O. Föppl), in denen er auch der Mathematik als Hilfsmittel den gebührenden Platz zuweist, hat er eine Generation von Ingenieuren nach neuen Gesichtspunkten herangebildet.|

  • Auszeichnungen

    Dr.-Ing. E. h. (Darmstadt u. München), Geh. Hofrat, Mitgl. d. Bayer. Ak. d. Wiss..

  • Werke

    Weitere W u. a. Leitfaden u. Aufgabenslg. f. d. Unterricht in d. angew. Mechanik, 1890;
    Das Fachwerk im Raum, 1892;
    Die Geometrie d. Wirbelfelder, 1897;
    Lebenserinnerungen, 1925. – Hrsg.: Mitt. d. mechan.-techn. Laboratoriums d. TH München, H. 24-33, 1895 ff.

  • Literatur

    W. Schlink, A. F., in: Zs. f. angew. Math. u. Mechanik 3, 1923, S. 481-83;
    Ludw. Föppl, ebd. 4, 1924, S. 530 f. (ausführl. W-Verz.);
    Festschr. z. A. F.s 70. Geb.tag, Btrr. z. Techn. Mechanik u. Techn. Physik, 1924 (mit biogr. Btrr., P);
    H. Spangenberg, in: Der Bauingenieur 5, 1924, S. 21 f. (P);
    H. Lorenz, in: VDI-Zs. 68, 1924, S. 1059 f. (P);
    S. Finsterwalder, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss. 1924, S. 33-37;
    Pogg. IV-VI.

  • Portraits

    Phot. in: Geist u. Gestalt, Biogr. Btrr. z. Gesch. d. Bayer. Ak. d. Wiss.… III, 1959.

  • Autor

    Heinz Neuber
  • Empfohlene Zitierweise

    Neuber, Heinz, "Föppl, August" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 269 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11663510X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA