Lebensdaten
1789 bis 1850
Beruf/Funktion
österreichischer General ; Feldzeugmeister
Konfession
katholisch?
Normdaten
GND: 135773032 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • d'Aspre, Constantin Freiherr
  • Aspre, Constantin Freiherr d'
  • d'Aspre, Constantin Freiherr
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Zitierweise

Aspre, Constantin Freiherr d', Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135773032.html [20.05.2019].

CC0

  • Leben

    Aspre: Constantin, Frhr. d'A., Sohn des vorigen, österr. Feldzeugmeister, geb. zu Brüssel 18. Dec. 1789, zu Padua 24. Mai 1850. Er diente zuerst im Feldzug von 1809 und focht während der Kriege von 1812—15 in Italien. Hier erwarb er sich das Theresienkreuz durch einen nächtlichen Ueberfall auf das Lager der unter Macdonald stehenden Neapolitaner bei Mignano, 16. Mai 1815. Völlig zersprengt sahen sie sich zur Militärconvention von Casa Lanza genöthigt. — 1820 machte A. den neapolitanischen Krieg, 1830 als Oberst den Zug gegen die Insurgenten in den Legationen mit. 1837 zum Generalmajor und 1840 zum Feldmarschalllieutenant ernannt, erhielt er 1846 das Commando des 2. Armeecorps in Italien. Hier erwarb er sich 1848—49 die reichsten Lorbeeren. Sofort nach dem Ausbruch des Aufstandes vereinigte er sich, Padua mit richtigem Blick einstweilen preisgebend, mit dem 1. Armeecorps unter Radetzky bei Verona, hatte Theil an den Siegen über die Piemontesen bei Santa Lucia, 6. Mai, Sona und Sommacampagna, 23. Juni, und bei Custozza, 21. Juli. Am 26. Juli über den Mincio gegangen, stieß darauf A. bei Volta, wo Karl Albert festen Fuß zu fassen hoffte, auf frische italienische Streitkräfte unter Sonnaz und schlug diesen in 12stündigem Kampfe, worauf Karl Albert sich über Cremona zurückziehen mußte. Das 2. Armeecorps besetzte darauf Mailand und Brescia. — d'Aspre, am 17. März 1849 zum Feldzeugmeister ernannt, blieb auch 1849 an der Spitze des 2. Armeecorps und ward nach dem 3 tägigen Feldzuge und den Siegen von Mortara und Novara (21.—23. März) in Radetzky's Siegesbericht als der Erste unter den Auszuzeichnenden genannt. — Er warf darauf in Modena, Parma und Toscana die revolutionären Gewalten nieder, wobei er 11. Mai Livorno mit Sturm nahm, und blieb dann als Inhaber der obersten Civil- und Militärgewalt bis zum Frieden in Florenz. Nach dem Frieden erhielt er das 6. Armeecorps, dessen Hauptquartier bald darauf von Piacenza nach Padua verlegt ward. Eine kurze Krankheit machte aber schon nach wenig Monaten seinem ruhmreichen Leben ein Ende.

  • Autor/in

    v. Janko.
  • Empfohlene Zitierweise

    Janko, Wilhelm Edler von, "Aspre, Constantin Freiherr d'" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 621 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135773032.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA