Lebensdaten
1875 bis 1942
Geburtsort
Innsbruck
Sterbeort
Innsbruck
Beruf/Funktion
Schauspieler ; Theaterdirektor
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135924413 | OGND | VIAF: 80357673
Namensvarianten
  • Exl, Ferdinand

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Zitierweise

Exl, Ferdinand, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135924413.html [30.09.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Ferdinand, Postbeamter;
    M Maria Nußbaumer;
    ⚭ Anna (* 1882), Schauspielerin (Rollen u. a. „Vroni“, „Weibsteufel“, „Therese Etienne“), T des Schuhmachermeisters H. Gstöttner;
    2 T, u. a. Ilse (1907–56, Hans Innerhofer, Besitzer des „Grauen Bären“ in Innsbruck), Theaterleiterin, debütierte mit 13 Jahren in K. Schönherrs „Kindertragödie“, später Rollengebiet der M.

  • Leben

    E., von Beruf Buchbindermeister, wurde aus Theaterbegeisterung Mitglied des Pradler Bauerntheaters, doch veranlaßte ihn sein ausgeprägter Geschmack für das echt Volkstümliche und künstlerisch Wertvolle schon 1902 in Wilten, seine eigene Bühne unter dem Titel „Erste Tiroler Bauernspieler-Gesellschaft“ mit dem „Pfarrer von Kirchfeld“ zu eröffnen. Seine Mitspieler wählte er aus dem „Deutschen Männergesangsverein Innsbruck“. Insbesondere gelang es ihm, in seiner späteren Gattin, deren Schwester Mimi Gstöttner-Auer und Schwager L. Auer sowie dem hervorragenden Charakterdarsteller Eduard Köck Schauspieler zu finden, die sich zu einem vollendeten Ensemblespiel zusammenfügten. Durch seine Gastspiele in der Schweiz und Deutschland bahnte er L. Anzengruber, Fr. Kranewitter, K. Schönherr und R. Billinger neuerlich den Weg. Das Talent des Ehepaares umfaßte das Tragische und Komische in gleicher Weise, mochte es in „Volk in Not“, „Glaube und Heimat“, „Erde“ auf der Bühne stehen oder in den „Kreuzelschreibern“. Im Herbst 1915 wurde E. als Direktor an das Innsbrucker Stadttheater berufen und baute daselbst unter unsäglichen Schwierigkeiten einen literarisch bedeutsamen Spielplan auf. 1920 trat er zurück und widmete sich, abgesehen von der Leitung der von ihm gegründeten Innsbrucker Kammerspiele 1919-22, wieder völlig seiner eigenen Truppe. Im Februar 1941 übergab er die Führung der „Exl-Bühne“ seiner Tochter Ilse, nach deren Tod sie aufgelöst wurde.

  • Literatur

    K. Paulin, Tiroler Schauspielkunst im Spiegel d. E.-Bühne, in: Tirol, 2. Folge, 1930;
    ders., in: Tiroler Köpfe, 1953, S. 213 ff.;
    40 J. E.-Bühne, 1942;
    E. Keppelmüller, Die künstler. Tätigkeit d. E.-Bühne in Innsbruck u. Wien v. 1902-44, phil. Diss. Wien 1947 (ungedr.);
    50 J. E.-Bühne, 1952, darin: J. Gregor, Die E.bühne i. d. Gesch. d. Theaters, S. 50-59 (P E.s u. d. Hauptdarst.);
    ÖBL.

  • Autor/in

    Gertrud Doublier
  • Empfohlene Zitierweise

    Doublier, Gertrud, "Exl, Ferdinand" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 698 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135924413.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA