Lebensdaten
1881 bis 1945
Geburtsort
Chur
Sterbeort
Richen bei Basel
Beruf/Funktion
Chemieindustrieller
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 129612197 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Engi, Gadient
  • Engi, Gaudentius

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Engi, Gadient, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129612197.html [17.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Martin, Schlossermeister, S des Schlossermeisters Gadient;
    M Margaretha (1843–1909), T des Ammanns Gg. Färber in Tamins;
    Basel 1909 Alice Hollenwenger (* 1890);
    1 S, 1 T.

  • Leben

    E. studierte Chemie an der Eidgenössischen TH Zürich und Universität Genf, wo er zum Dr. ès. sc. promovierte; 1904 trat er als wissenschaftlicher und Betriebschemiker in die Gesellschaft für Chemische Industrie in Basel (CIBA) ein. 1907 stieg er zum Abteilungsleiter, 1918 zum Direktor, 1924 zum Delegierten und 1927 zum Vizepräsidenten des Verwaltungsrates auf. E. begründete durch zahlreiche Erfindungen auf dem Gebiete der indigoiden Küpenfarbstoffe (Indigo-, Thioindigo- und Naphthazarin-Reihe) den Weltruf der schweizerischen Teerfarbenindustrie. Er betätigte sich auch wirtschaftspolitisch führend als Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für chemische Industrie (1927-37, ab 1938 Ehrenpräsident), Präsident des Basler Volkswirtschaftsbundes (1932-38, ab 1938 Ehrenpräsident), Präsident des Verbandes Basler chemischer Industrieller (1935–43) sowie als Vorstandsmitglied des Zentralverbandes Schweizerischer Arbeitgeberorganisationen (1925–45).|

  • Auszeichnungen

    Dr. sc. techn. h. c. (ETH Zürich 1929), Dr. phil. h. c. (Basel 1931).– Sowohl die CIBA als auch die vorgenannten Gesellschaften haben unter Leitung des hervorragenden Wissenschaftlers und Wirtschaftsführers E. einen gewaltigen Aufschwung genommen, der sich heute noch nachhaltig und fruchtbringend auswirkt.

  • Werke

    Verz. in: Verhh. Schweizer. Naturforsch. Ges. 127, 1947 (P); zahlr. Patentschrr. u. Veröff. in Fachzss.

  • Literatur

    40 J. Chemie (40j. Tätigkeit b. d. CIBA), 1944 (P);
    M. Isler u. R. Tobler, in: Helvetica chimica Acta 28, 1945;
    Zum Andenken an G. E., 1945 (P);
    A. Brückner, in: Neue Schweizer Biogr., 1938 (P);
    Biogr. Lex. verst. Schweizer III, 1950 (P);
    Pogg. VII a.

  • Autor/in

    Augustin Sacchi
  • Empfohlene Zitierweise

    Sacchi, Augustin, "Engi, Gadient" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 531 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129612197.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA