Lebensdaten
1858 bis 1939
Geburtsort
Schreitlauken bei Tilsit
Sterbeort
Hannover
Beruf/Funktion
Pferdeausbilder ; Reitlehrer
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 1082147303 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Stensbeck, Theodor Oskar Maria
  • Stensbeck, Oskar
  • Stensbeck, Theodor Oskar Maria

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Zitierweise

Stensbeck, Oskar, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd1082147303.html [17.01.2019].

CC0

  • Genealogie

    V N. N., Gestütsleiter in S., Univ.stallmeister im Rang e. Prof. in Königsberg (Pr.);
    M N. N.;
    B Gustav (1864-1932), Pferdeausbilder, Dir. d. Luisentattersalls in Berlin , Kommissionsrat; - London 1893 Elfriede Mathilde Agnes Julie (1871-1952), T d. Carl Julius Eugen Hoffmann (1844-1919) u. d. Mathilde Auguste Muhle (1850-1919); 2 S (beide ⚔), 1 T Agnes (1896-1982, Bodo Creydt, 1888-1947, Industr., Mitgl. d. Vorstands d. Thermos-A.-G. in Berlin, s. Rhdb.).

  • Leben

    S. begann schon als Vierjähriger mit dem Reitsport und brachte sich selbst die Reitkunst bei, ohne je Unterricht darin genossen zu haben. Im Alter von zwölf Jahren begann er, in dem von seinem Vater geleiteten Gestüt selbständig Pferde auszubilden, und erwarb damit in den folgenden Jahren größere Bekanntheit. 1882 erhielt S. das Angebot, Leibstallmeister Ks. Wilhelms I. zu werden, das er aber, wie auch ähnliche Anträge aus Wien und Konstantinopel, ausschlug, um 1886 als selbständiger Ausbilder an den Reitstall Freese nach Bremen zu gehen. 1893 wechselte er nach Berlin an die Reitstätte Luisentattersall, wo er mit Felix Bürkner (1883–1957) und Otto Lörke (1897–1957) zusammenwirkte, später arbeitete er u. a. für den Dressurstall des Tattersall Beermann und bildete Pferde für zahlreiche fürstl. Marställe und bedeutende Zirkusbetriebe in ganz Europa aus.

    1931 wurde S. nach Vermittlung von Gustav Rau (1880–1954) als ziviler Ausbilder an die Kavallerieschule Hannover berufen, wo die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele begannen. Zeitgleich leitete S. bis zu seinem Tod die von Freunden der Reitkunst 1931 ins Leben gerufene „Stensbeck-Reithochschule“ zur Förderung der Reitausbildung auf ziviler Grundlage. S., der zu den bedeutendsten Ausbildern von Dressurpferden und Berufsreitern im 20. Jh. zählt und mit „Gimpel“ (Mannschaftsgold 1928 u. 1936), „Morgenroth“ und „Auer“ drei der erfolgreichsten Dressurpferde seiner Zeit schulte, erwarb sich ebenfalls einen Namen als Verfasser einer erfolgreichen populären Reitlehre (Reiten, 1931, 21935, Nachdr. u. d. T. Grundzüge der Reitkunst, hg. v. B. Schirg, 1983, 21996, P). Im Gedenken an den auch als „Vater der Berufsreiter“ (D. Arnold) bezeichneten S. verleiht die „Deutsche Reiterliche Vereinigung“ in Warendorf seit 1983 die Stensbeck-Plakette als Auszeichnung an Pferdewirte (Schwerpunkt Reiten) und ihre Ausbilder sowie an Pferdewirtschaftsmeister.

  • Auszeichnungen

    A O.-M.-S.-Reithalle, Hannover.

  • Literatur

    W. Seunig, Meister d. Reitkunst u. ihre Wege, 1960, S. 76–78 (P, vor S. 73);
    H. Frhr. v. Nagel-Ittlingen, Gr. dt. Turnierreiter d. Vergangenheit, hg. v. A. Marquesa de Pozoblanco u. d. Dt. Reiterl. Vereinigung, 1982, S. 15–17 (P);
    D. Arnold, Die Bilder d. dt. Reitschule, Ausgew. Biogrr. z. Gesch. d. dt. Berufsreiterei, 1998 (P);
    Die dt. Reitlehre, der Reiter, hg. v. d. Dt. Reiterl. Vereinigung, 2000;
    S. M. Radtke, Dressur, Klass. Reitkunst bis z. Hohen Schule, 2004, S. 16–18;
    – Dok.film, 1938 (BA Koblenz).

  • Portraits

    Foto v. A. Menzendorf, Abb. in: W. v. Unger, Meister d. Reitkunst, 1926, S. 142;
    Porträtmedaille, 1983 (Stensbeck-Plakette d. Dt. Reiterl. Vereinigung).

  • Autor/in

    Karin Drewes
  • Empfohlene Zitierweise

    Drewes, Karin, "Stensbeck, Oskar" in: Neue Deutsche Biographie 25 (2013), S. 250-251 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd1082147303.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA