Lebensdaten
unbekannt
Beruf/Funktion
märkische Familie
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 121575608 | OGND | VIAF: 15629372
Namensvarianten
  • Mannesman
  • Mannesmann
  • Mannesman

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Zitierweise

Mannesmann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd121575608.html [04.08.2021].

CC0

  • Leben

    Die Familie erscheint erstmals mit Rolf (Mannesman) zu Sulenbecke (1629–95) als Besitzer eines Hofes in Sulenbecke bei Meinerzhagen (ehem. Gfsch. Mark, jetzt Kreis Altena). Dieser entstammte wahrscheinlich dem Kreis der Hausleute eines Freigutes der Familie Manne, das im 30jährigen Krieg verwüstet worden war. Nach einem Mandat des Großen Kurfürsten konnte alles wüst liegende Hofland von aufbauwilligen Hausleuten (die zumeist noch keinen Familiennamen besaßen) übernommen und bewirtschaftet werden. Auf diesem Wege scheint sich der soziale Aufstieg Rolfs und seiner Erben vollzogen zu haben. Drei aufeinander folgende Generationen verbanden sich mit märk. Reidemeisterfamilien. Unter Rolfs Enkeln werden 1732 vier Osemundschmiede ausgewiesen. Ein Urenkel, Henrich (s. Gen. 1), ein gelernter Hammerschmied, verließ, um sich dem preuß. Heeresdienst zu entziehen, die Gfsch. Mark und ging ins Bergische Land, wo er auf dem alten Hasenclever-Bökerschen Eisenhammer „in der Lobach“ (später Bliedinghausen) 1768 als Geselle angenommen wurde. 1772 heiratete er Maria Magdalena, die Tochter seines Prinzipals Johannes Böker. Durch die Heirat seines Sohnes Arnold mit Dorothea Blechen ergab sich auch eine Verbindung mit den führenden Feilenhauerfamilien Rehbold und Bertram-Blechen, nach der Vermählung von Arnolds Söhnen Reinhard (s. 1), Arnold und Richard mit Clara Rocholl bzw. Clara und Adeline Frohn eine solche mit der wohl bedeutendsten Remscheider Unternehmerfamilie Frohn. Diese heute in Wien fortbestehende Familie war durch Ernst Frohn nach 1890 im ersten Aufsichtsrat der Deutsch-Österr. Mannesmannröhren-Werke vertreten. Aus Hasencleverschem Besitz hatte Heinrich Mannesman 1779 das erste Grundeigentum in Bliedinghausen erworben. Hier betrieb er mit seinem Schwager Johann Wilhelm Müller (1737–85) eine Feilenschmiede, die er nach dessen Tod allein übernahm und deren Erzeugnisse er selbst verkaufte. Seit 1796 führte der Sohn Arnold die Schmiede weiter, der zusammen mit seinem jüngeren Bruder Peter (1779–1858) zum Verlagsgeschäft überging. Ungefähr seit der Gründung der Firma A. und P. Mannesmann, deren Fabrikmarke eine Windmühle war, wird der Familienname am Ende mit Doppel-n geschrieben.

  • Autor/in

    Redaktion
  • Familienmitglieder

  • Empfohlene Zitierweise

    Redaktion, "Mannesmann" in: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 60 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121575608.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA