Lebensdaten
1734 – 1805
Geburtsort
Leoben
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Eisenindustrieller
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135901995 | OGND | VIAF: 80339234
Namensvarianten
  • Egger, Max Thaddäus von (bis 1760)
  • Egger, Max Thaddäus Freiherr von (1760-1785)
  • Egger, Max Thaddäus Graf von
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Zitierweise

Egger, Max Thaddäus Graf von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135901995.html [17.04.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Ferd. Max (1693–1753), Wirklicher Hofkammerrat in Graz, S des Josef (1663–1704), beide Eisenindustrielle in Leoben;
    M Maria Anna (1700–85), T des Hofadvokaten Dr. Leopold v. Katharin; Großonkel väterlicherseits Paul Jakob (1658–1733), Ratsherr u. Eisengewerke in Leoben;
    Wien 1761 Maria Gabriele (1740–90), T des Hofrats Honoratus Adam Augustin Frhr. v. Pinelli;
    5 K, u. a. Franz (1768–1836), führte in Treibach das 1. Gußeisenzylindergebläse Österreichs ein u. errichtete das 1. Gußstahlwerk Österreichs z. Herstellung v. Münzstahl u. Schmelztiegeln (s. ÖBL), Ferdinand (1772–1805), Dir. der Kärntner Ackerbaugesellschaft;
    E Ferdinand (S des Ferd., 1802-60), nahm 1845 erstmals in Mitteleuropa die Schmiedeeisenerzeugung mittels Holzgasöfen im großen auf u. errichtete das 1. Drahtwalzwerk Österreichs mit Drahtstiftenproduktion, Leiter des Kärntner Musikvereins (s. ÖBL), Gustav (S des Franz, 1808-84), Gründer der Hüttenberger Eisenwerksgesellschaft.

  • Biographie

    E. studierte in Graz Rechtswissenschaft, übernahm 1758 das seit 1606 mit einem Hochofen versehene Eisenwerk Treibach samt den zugehörigen Erzgruben, welches sein Großonkel 1698 erworben hatte. Durch seine Initiative und Erfindungsgabe wurde der Treibacher Hochofen zum höchsten, größten und leistungsfähigsten Europas. E. verbesserte die Windzufuhr der Öfen durch prismatische Blasbälge und ging auf Anregung der Kaiserin Maria Theresia zu einer neuen Handelsform für Roheisen („Blattl“) über, wodurch Kohle eingespart wurde. 1780 erreichte der Treibacher Hochofen eine Jahreserzeugung von 1200 Tonnen. 1773 wurde E. in die ärarischen Werke des Lavanttales entsandt, um dort die neue Methode einzuführen. 1791 erwarb er das Eisenwerk Lippitzbach in Unterkärnten, nachdem er zuvor in der dortigen Gegend mehrere Herrschaften mit 4000 Joch Waldungen angekauft und auch den Braunkohlenabbau im nahen Mießgebiet begonnen hatte. Unter Heranziehung der englischen Fachleute W. Sheffield und Th. Lightowler errichtete E. dort 1793 das erste Eisenwalzwerk Mitteleuropas, das aus einem Walz- und Schneidwerk für verschiedene Eisensorten und einem solchen für Schwarzblech bestand. Ebenso wurde die maschinelle Herstellung von Schrauben und Muttern eingerichtet. – Zusammen mit seiner Gattin hat sich E. auch als Förderer eines literarischen Zirkels im Sinne Josefs II. einen Namen gemacht. Auf E.s Schloß Thalenstein trafen sich die Anhänger des Satirendichters Alois Blumauer.

  • Literatur

    B. F. Hermann, Reisen durch Österreich, Steyermark, Kärnten, Krain, Italien, Tyrol, Salzburg u. Baiern im J. 1780, Wien 1781, S. 136;
    G. Hacquet, Mineralog.-botan. Lustreise v. d. Berg Terglou in Krain zu d. Berg Glokner in Tyrol im J. 1779 u. 1781, ebd. 1784, S. 141;
    J. Scheließnigg, Ein Festtag in Lipitzbach, in: Carinthia, 1837, Nr. 36;
    Ber. üb. erste zu Klagenfurt 1838 eröffnete Industrieausstellung, 1839, N. 41, 64, 94;
    F. Münichsdorfer, Gesch. d. Hüttenberger Erzberges, 1870, S. 273;
    Ber. üb. d. der Fa. Ferd. Gf. v. E. in Klagenfurt gehörenden Werke, 1873;
    A. v. Pantz, Die Gewerken im Bannkreise d. steir. Erzberges, in: Jb. d. herald. Ges. „Adler“, NF 27/28, 1917/18, S. 38;
    K. Dinklage u. A. Wakolbinger, Kärntens Gewerbl. Wirtsch. v. d. Vorzeit bis z. Gegenwart, 1953, S. 283;
    K. Dinklage, Geschichtl. Entwicklung d. Eisenhüttenwesens in Kärnten, in: Radex-Rdsch., 1954, S. 280.

  • Autor/in

    Karl Dinklage
  • Zitierweise

    Dinklage, Karl, "Egger, Max Thaddäus Graf von" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 333-334 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135901995.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA