Lebensdaten
1842 – 1918
Geburtsort
Hecklingen (Anhalt)
Sterbeort
Witten (Westfalen)
Beruf/Funktion
Indologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11636582X | OGND | VIAF: 5004528
Namensvarianten
  • Eggeling, Julius
  • Eggeling, J.

Quellen(nachweise)

Porträt(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Eggeling, Julius, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11636582X.html [24.02.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Sebastian (1808–42), Gutsbesitzer in Hecklingen;
    M Elis. Müller;
    Hecklingen 1871 Margarethe (* 1844), T des Inspektors Wilh. Homann in Gänsefurth b. Hecklingen.

  • Biographie

    E. studierte 1862-66 in Breslau und Berlin indische Philologie und ging 1867 nach London, um in den dortigen Bibliotheken indische Handschriften zu studieren. Alsbald wurde er als Nachfolger H. Brunnhofers Assistent bei Max Müller. 1869-75 war er dann Sekretär und Bibliothekar der „Royal Asiatic Society“ in London und wirkte 1872-75 zugleich als Professor für Sanskrit am dortigen University College. 1875 wurde er als Nachfolger Th. Aufrechts zum Professor für „Sanskrit and Comparativ Philology“ an die Universität Edinburgh berufen, wo er bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges wirkte. Da er sich nicht hatte naturalisieren lassen, legte er sein Amt nieder und zog sich nach Witten (Westfalen) zurück.

    Nach Abfassung eines Index zu Max Müllers Ausgabe des Prātiśākhya (1869) prüfte er mit großer Sorgfalt den von jenem angelegten Index verborum zum Padapãtha des Ṛgveda nach, der dann geteilt dessen Monumentalausgabe (V und VI, London 1872-74) beigegeben wurde. Als erste selbständige wissenschaftliche Veröffentlichung erschien in der „Bibliotheca Indica“ in Calcutta 1874-78 seine Ausgabe der indischen Grammatik „The Kātantra with the Commentary of Durgasiṃha with Notes and Indexes“. Dann folgte als Band 4 der „Auctores Sanskritici“ (London 1879-80) seine durch einen Index nicht abgeschlossene Ausgabe von „Vardhamānas Ganaratnamahodadhi with the Author's Commentary“. Bereits 1875 hatte er in Zusammenarbeit mit dem englischen Indologen E. B. Cowell den „Catalogue of Buddhist Sanskrit Manuscripts in the Possession of the Royal Asiatic Society (Hodgson Collection)“ herausgebracht. Im übrigen konzentrierte sich seine literarische Tätigkeit, abgesehen von 2 kurzen Fachabhandlungen und 2 Rezensionen von Arbeiten über die Zigeuner, auf die Abfassung und Veröffentlichung 2 großer wissenschaftlicher Werke, die für die Geschichte der indischen Religion und Literatur von großem Werte wurden. Das erstere war seine von A. Weber geplante und von M. Müller angeregte und durch Zuspruch immer wieder vorwärts getriebene englische Übersetzung des „Śatapatha-Brāhmana according to the Text of the Mādhyandina School“ (Oxford 1882-1900, = Sacred Books of the East, Band 12, 26, 41, 43, 44) mit Einleitungen, die für unsere Kenntnis der Literatur, Kultur und Religion des alten Indiens von dauerndem Wert bleiben. Das zweite ist sein für die Geschichte der indischen Literatur wichtiger „Catalogue of the Sanskrit Manuscripts in the Library of the India Office“ (Teile 1-7, London 1887-1904), den er in teilweiser Zusammenarbeit mit E. Haas und E. Windisch verfaßt hatte.

  • Literatur

    E. Windisch, Gesch. d. Sanskrit-Philol. u. ind. Altertumskde. II, 1920, Kap. 58;
    Enc. universal ilustrada Europeo-Americana, Barcelona 1908-33, XIX, S. 181 f.;
    Enc. Americana IX, New York 1947;
    Winkler Prins Enc. VII, Amsterdam 1950, S. 808.

  • Autor/in

    Willibald Kirfel
  • Zitierweise

    Kirfel, Willibald, "Eggeling, Julius" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 330-331 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11636582X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA