Lebensdaten
1855 bis 1928
Geburtsort
Düsseldorf
Sterbeort
Mehlem bei Bonn
Beruf/Funktion
Verbandsfunktionär
Konfession
-
Normdaten
GND: 117646628 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Schrödter, Alexander Emil Adolf
  • Schrödter, Emil
  • Schrödter, Alexander Emil Adolf
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Zitierweise

Schrödter, Emil, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117646628.html [19.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Alexander Emil (1812–58), aus Schwedt/Oder, Mechaniker, Optiker in D., S e. Kupferstechers in Schwedt;
    M Constanza Anna Brewer (1820–99), aus D.;
    Ov Adolf (1805–75, Alwine Heuser, 1820-92, aus Gummersbach. Schriftst., Malerin, führte in D. e. Salon, s. Bad. Biogrr. V, T d. Daniel Heinrich Theodor Heuser, 1770–1848, Kaufm., LT-Abg., beide s. NDB 14*), aus Schwedt, Maler, Lithograph, Radierer, humorist. Zeichner in D., 1848 in Frankfurt/M., 1859 Prof. in Karlsruhe, Mitgl. d. Preuß. Ak. d. Künste 1835 (s. L);
    3 Schw;
    Freiburg (Br.) 1891 Gisela (1870–1954), T d. Friedrich v. Bülow (1831–95), aus Berlin, preuß. Major, Schriftst., u. d. Fanny Schlegel (1836–1909);
    3 S aus 1) Emil, Bergassessor, Rolf, Dr.-Ing., Felix ( Charlotte v. Dresky), 1 T aus 1) Doris ( Wilfrid Greif, 1883–1937, Dr. rer. pol., Dir. u. Vorstandsmitgl. d. I. G. Farbenindustrie AG (s. Wenzel; Rhdb.; J. U. Heine, Verstand & Schicksal, 1990).

  • Leben

    S. studierte nach dem Abitur 1873-75 Maschinenbau am Polytechnikum Karlsruhe und Hüttenwesen an der Gewerbeakademie in Berlin. Nach dem Wehrdienst als Einjährig-Freiwilliger 1876 arbeitete er als Ingenieur bei der „Maschinenfabrik Ernst Schieß“ in Düsseldorf-Oberbilk und wechselte dann in die Eisenindustrie zu den „S. Huldschinsky & Söhne Röhren-Walzwerken“ in Gleiwitz. Krankheitsbedingt beendete S. seine Industrietätigkeit und ging 1881 zum „Verein Dt. Eisenhüttenleute“. 1885-97 dessen Geschäftsführer, leitete er als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied 1898-1916 den Verein, den er zu einer national und international beachteten Interessenvertretung der dt. Eisen- und Stahlindustrie ausbaute. Er gründete 1894 die „Eisenhütte Oberschlesien“, 1904 die „Südwestdt.-Luxemburg. Eisenhütte“ (später „Eisenhütte Südwest“) und baute intensive internationale Verbindungen auf, wie zu den technischen Verbänden der damals führenden Stahlindustrien in Großbritannien und den USA. 1885-1910 war er verantwortlich für den Technischen Teil der seit 1881 vom Verein Dt. Eisenhüttenleute herausgegebenen, weltweit verbreiteten Fachzeitschrift „Stahl und Eisen“. 1908 gründete er den heute noch bestehenden Verlag „Stahleisen“.

    S. war führend an der Gründung und Geschäftsleitung verschiedener Syndikate und Verbände beteiligt. 1887/88 war er Geschäftsführer des „Rhein.-Westfäl. Roheisenverbandes“, einem der Vorläufer der „Stahlwerks-Verband AG“ und jetzigen „Walzstahl-Vereinigung“, sowie 1914-20 Vorsitzender der „Vereinigung dt. Edelstahlwerke“, der heutigen „Edelstahlvereinigung“; er war auch Geschäftsführer der Düsseldorfer Börse. Seit 1888 unterstützte er die Kooperation einiger Maschinenbauunternehmen in wirtschaftlichen Fragen. Diese mündete 1890 in die Gründung des „Vereins Rhein.-Westfäl. Maschinenbauanstalten“, seit 1892 „Verein dt. Maschinenbau-Anstalten“ (VdMA), dessen Geschäftsführung S. bis 1909 innehatte; außerdem war er Geschäftsführer des „Halbzeugverbandes“ (um 1900) und des „Vereins dt. Eisenportlandzementwerke“ (1901-18). S. war 1896-1918 Düsseldorfer Stadtverordneter für die Liberale Partei, später gleichzeitig als Vertreter Düsseldorfs auch Mitglied des Rhein. Provinziallandtags (bis 1918). Darüber hinaus war er Mitglied der Sachverständigenkommission des Ksl. Statistischen Amtes.

  • Auszeichnungen

    Dr.-Ing. E. h. (TH Aachen 1903); Ehrenmitgl. d. American Inst. of Mining Engineers (1909), d. VdMA (1911), d. Iran and Steel Inst. (1912) u. d. Ver. Dt. Eisenhüttenleute (1917); Goldene Carl-Lueg-Denkmünze (1906); Roter Adler-Orden II. Kl.

  • Literatur

    75 J. Ver. Dt. Eisenhüttenleute 1860-1935, 1935;
    H. Uebbing, Stahl schreibt Gesch., 125 J. Wirtsch.vereinigung Stahl, 1999;
    A. Knips, Dt. Arbeitgeberverbände d. Eisen- u. Metallind., 1888–1914, 1996;
    Stahl u. Eisen 48, 1928, S. 1633-36 (P);
    VDI-Zs. 73, 1929, S. 90;
    Wi. 1928;
    Wenzel;
    DBJ X, S. 250-55 u. Tl.;
    zu Adolf:
    ADB 32;
    Bad. Biogrr. III, 1881, S. 141-49;
    Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1869, 1969;
    ThB;
    Dict. of Art.

  • Portraits

    Ölgem. v. W. Petersen, 1911 (Düsseldorf, Stahlinst. VDEh).

  • Autor/in

    Manfred Toncourt
  • Empfohlene Zitierweise

    Toncourt, Manfred, "Schrödter, Emil" in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 580-581 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117646628.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA