Lebensdaten
1818 bis 1876
Geburtsort
Leipzig
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
Unternehmer
Konfession
-
Normdaten
GND: 1014361877 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Schroeder, Gottlieb Adolf
  • Schroeder, Adolf
  • Schroeder, Gottlieb Adolf

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Zitierweise

Schroeder, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd1014361877.html [19.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V N. N.;
    M N. N.;
    N. N.;
    S Max (1853–1901, Paula Luthardt), Mitinh. d. Papierhandelsgeschäfts „Sieler & Vogel“ in L. u. d. „Schroeder'schen Papierfabrik“ in Golzern/Mulde, 1898 sächs. KR (s. BJ VI, Tl.), Martin ( 1913, Clara Rappart), beide Untern., sächs. KR, sächs. Albrechtsorden I. Kl.;
    E Fritz ( 1929, Marie Dettweiler), Untern. (s. L), Adolf Martin ( 1925, Ilse Hötzel), Mitinh. d. Papierhandelsgeschäfts „Sieler & Vogel“ u. d. „Schroeder'schen Papierfabrik“.

  • Leben

    S. begann 1842 als Gehilfe im Leipziger Papierhandelsgeschäft „Sieler & Vogel“ (gegr. 1825). Er wurde nach dem Tod Ferdinand Sielers (1795–1842) 1845 Teilhaber, 1855 alleiniger Geschäftsführer. Auf dem Gelände einer alten Papiermühle in Golzern b. Grimma errichtete S. auf Anregung Otto Gottschalds (1818–71). Besitzer der Golzerner Getreidemühle und Mitinhaber der Golzerner Maschinenfabrik, seit 1860 eine Papierfabrik, die v. a. Papier zum Leipziger Druck- und Verlagshaus Julius Klinkhardt lieferte. 1862 erfolgte die offizielle Gründung als „Schroedersche Papierfabrik in Golzern b. Grimma“ und Aufstellung einer ersten Papiermaschine in diesem Unternehmen; geliefert wurde Schulbuchpapier. 1868 wurde die zweite, 1883 mit einem Erweiterungsbau die dritte Papiermaschine aufgestellt; Hauptverkaufsstellen waren in Leipzig, Berlin, Hamburg und München. Der enge Kontakt zum Papiermarkt über das Haus Sieler & Vogel ermöglichte eine Produktionserweiterung, insbesondere nach der Entstehung einer umfangreichen Papier-, Pappe- und Kartonagenindustrie in Sachsen in der 2. Hälfte des 19. Jh. 1882 erfolgte die Angliederung der Holzschleiferei Neumühle b. Bohlen sowie die Teilhaberschaft an der „F. M. Weber Papier- und Pappenfabrik“ in Leipzig und Wehlitz b. Schkeuditz. Hergestellt wurden feinste bis mittelfeine Druckpapiere aller Art, sämtliche Normalpapiere, Post- und Schreibpapiere, Wertzeichenpapiere, lichtechte farbige Umschlagpapiere, Bücher-, Noten-, Zeichen- und Schreibmaschinenpapiere, Kartons und Ausstattungspapiere für die Luxuspapierbranche, technische Papiere usw.; das Unternehmen entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Papierfabriken Deutschlands. Nach dem Tod des Gründers übernahmen die Söhne, später der Enkel Fritz die Firmenleitung. Das Unternehmen blieb bis zur Enteignung 1945 im Familienbesitz und wurde als „VEB Papierfabrik Golzern“ betrieben. 1990 wurde es von einem neuen Inhaber weitergeführt als „Papierfabrik Golzern GmbH“.

  • Literatur

    Sieler u. Vogel, Leipzig, u. Schroedersche Papierfabrik in Golzern b. Grimma 1825-1900, o. J. [1900];
    Denkschr. z. Feier d. fünfundsiebzigj. Jub. d. Fa. Sieler & Vogel in Leipzig 1825-1. Sept. 1900, o. J. (1900);
    FS z. 50j. Bestehen d. Schroederschen Papierfabrik (Sieler & Vogel) in Golzern 1862-1912, o. J. [1912];
    Werden u. Wirken, Gebr. Schroeder, Golzern (Mulde), 1927;
    Ind. Welt. Eine Slg. biogr. Darst. aus Handel u. Ind. in Wort u. Bild, Sonderwerk: Dt. Papier- u. Zellstoff-Fabriken in Wort u. Bild. Ausg. A. 1930;
    FS Papierfabrik Golzern 1862-1962, 1962;
    zu Fritz:
    Tageb.bll. meiner Weltreise, 1906.

  • Autor/in

    Ulrich Heß
  • Empfohlene Zitierweise

    Heß, Ulrich, "Schroeder, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 559 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd1014361877.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA