Lebensdaten
1818 bis 1871
Geburtsort
Lauter (Erzgebirge)
Sterbeort
Golzern bei Grimma (Sachsen)
Beruf/Funktion
Maschinenbauer
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 136047343 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gottschald, Romilo Otto
  • Gottschald, Otto
  • Gottschald, Romilo Otto

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Zitierweise

Gottschald, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136047343.html [25.04.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Adolph Heinr. (1787–1847), Oberförster, S d. Joh. Frdr. Leopold, Amtmann in Augustusburg, u. d. Henr. Wilhelmine Ritter;
    M Joh. Friederike (1791–1835), T d. Chrstn. Gottfr. Röhling (1748–1810), Kauf- u. Handelsherr, Senator in Schneeberg/Erzgeb., u. d. Christiane Frieder. Richter;
    Schneeberg 1846 Auguste Louise (1824–1900), T d. Joh. Gottfr. Röhling u. d. Emilie Haenel v. Cronenthal;
    2 T, u. a. Helene (⚭ Gg. Paul Wappler, 1843–1904, Ing., Bes. d. Golzermühle Otto Gottschald Nachf.).

  • Leben

    G. erhielt eine gründliche und solide Ausbildung als Kaufmann, war dann als Reisender tätig und später Teilhaber eines Leipziger Handelshauses. 1848 kaufte er einen kleinen Reparaturbetrieb auf dem Gelände der Golzermühle bei Grimma, den er bald durch eine Eisengießerei erweiterte. Mit sicherem Blick für das wirtschaftlich Zweckmäßige beschäftigte sich G. in der ersten Zeit seiner unternehmerischen Tätigkeit mit der Ausbesserung landwirtschaftlicher Geräte sowie der Herstellung von Gießereierzeugnissen, insbesondere für kleine Handwerks-, aber auch größere Gewerbebetriebe. Mit dem Wachstum des Betriebes erweiterte sich das Fabrikationsprogramm. Die Haupterzeugungsgebiete waren Landmaschinen, und seit 1860 kamen Maschinen für Papierfabriken sowie Turbinen hinzu. Obwohl G. von Hause aus Kaufmann war, wurde er dank seiner technischen Befähigung nach und nach auch ein tüchtiger Ingenieur, der jeden technischen Fortschritt erfolgreich auszuwerten verstand. Sein Bestreben, genaue Arbeit unter rationeller Ausnutzung seines Maschinenparks zu erzielen, wirkte sich auf die Entwicklung des Unternehmens äußerst günstig aus. 1862 wandelte G. seinen Betrieb zusammen mit Jean Nötzli und Rudolf Steiner in eine Handelsgesellschaft um. Nach G.s frühzeitigem Tod wurde die Firma „G., Nötzli & Steiner“ 1872 eine Aktiengesellschaft („Maschinenbau AG Golzern-Grimma“), die nach dem 1. Weltkrieg unter Paul Wonneberger auf einem neuen Gebiet, dem des Apparatebaus für die Alkoholerzeugung, Destillation und Rektifikation, Weltgeltung erlangte. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Unternehmen demontiert.

  • Literatur

    Maschinenbau-AG Golzern-Grimma. [1909]: Gedenkschr. d. Maschinenbau-AG Golzern-Grimma aus Anlaß ihres 50j. Bestehens (1872–1922), 1922. [E. Voigt], R. O. G., Ein Gedenkbl. z. e. 50j. Jubiläum, o. J. (1902) (P).

  • Autor/in

    Heinz Nix
  • Empfohlene Zitierweise

    Nix, Heinz, "Gottschald, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 683-684 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136047343.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA