Lebensdaten
1855 bis 1907
Geburtsort
Düren
Sterbeort
Osnabrück
Beruf/Funktion
Papierfabrikant
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 139668527 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Schoeller, Felix Hermann
  • Schoeller, Felix Hermann Maria
  • Schoeller, Felix
  • mehr

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Zitierweise

Schoeller, Felix, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139668527.html [14.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Felix Heinrich (1821–93), Papierfabr., gründete d. Masch.papierfabrik Felix Heinrich Schoeller („Walzmühle“) in D. u. 1880 mit seinen Söhnen Guido u. Heinrich d. Papierfabrik Felix Schoeller Söhne & Co. in Offingen/Donau, preuß. KR, S d. Heinrich August (s. 1);
    M Maria (1824–95), T d. Wilhelm Schüll (1794–1853), Papierfabr. (s. NDB 23), u. d. Johanna Schleicher (1795–1854);
    10 Geschw u. a. Guido (1850–98), Heinrich (1851–1924), beide Papierfabr. in D. u. Offingen;
    Breslau 1880 Agnes (1861–1945), T d. Gustav Böhm, Dr. med., Sanitätsrat in Tarnowitz, u. d. Marie Sedlaczek;
    3 S Felix Heribert (1881–1958), Papierfahr., Großgrundbes. in Mecklenburg, Lothar (1883–1957, ⚭ Helene Montag, 1884–1952), Papierfabr. in Burg Gretsch b. Osnabrück, Vors. d. Arbeitgeber-Verbandes d. papiererzeugenden Ind., Gerhard (1886–1970), Papierfabr. in Burg Gretsch, Ehrensenator d. TH Darmstadt, 1 T Magdalene (1900–75, Kurt Schmidt).

  • Leben

    S. war zunächst in verschiedenen Papierfabriken in England und Sachsen tätig, zuletzt als Praktikant in der 1873 von seinem Vater und Theodor Bausch gegründeten Papierfabrik „Felix Schoeller & Bausch“ in Neu-Kaliß. Als Technischer Leiter engagierte er sich dort für die Produktion hochwertiger Feinpapiere unter Einsatz von Zellstoff. Da die Familie Bausch das Unternehmen dominierte, kehrte S. nach Düren zurück und investierte in die „Offene Handelsgesellschaft Zellstoffabrik Düren Hermann Maria Schoeller & Co“. Da die Fabrik, die nach dem Dänischen Natron-Sulfat-Verfahren arbeitete, nicht rentabel war, wollte S. zur Produktion von „Photographie-Papieren“ (Futobasispapier) übergehen, fand aber in der Familie keine Unterstützung. 1893 schied er mit dem Tod des Vaters aus dem Dürener Unternehmen aus, blieb aber weiterhin Gesellschafter. 1895 erwarb er die Papierfabrik „C. S. Grüner & Sohn“ zu Burg Gretsch bei Osnabrück, hervorgegangen aus der 1808 von Christian Siegfried Grüner begründeten Gretescher Papiermühle. Die neue Firma „Felix Schoeller jr.“ betrieb 1896 die erste Papiermaschine, ein Jahr später folgten die|ersten Produktionsversuche für Fotorohkarton. Seit 1900 arbeitete sie zusammen mit den Unternehmen „Defender Photo Supply Co.“ (Rochester, N. Y., USA) und „Gevaert“ (Belgien), mit dessen Gründer Lieven Gevaert (1868–1935) S. in freundschaftlicher Verbindung stand. Mit dem Fotopionier Raphael Eduard Liesegang (1869–1947) hatte er seit 1904 geschäftlichen Kontakt. Nach dem Einsatz einer zweiten Papiermaschine 1904 überflügelte die Produktion von Fotobasispapier 1906 erstmals die der Feinpapiere. Nach S.s Tod 1907 führte seine Witwe (Dr. med. h. c. Göttingen 1931) das Unternehmen, dem 1909 anläßlich der Internationalen Photographischen Ausstellung in Dresden die höchste Auszeichnung verliehen wurde, mit dieser Spezialisierung weiter. Die drei Söhne wurden persönlich haftende Gesellschafter. Das Unternehmen befindet sich weiterhin in Familienbesitz und wird von Nachkommen des Sohnes Gerhard geleitet. Die „Felix Schoeller Gruppe“ produziert heute Fotopapiere (Weltmarktanteil 1993: 52%), Digital Imaging Papiere, Dekorpapiere und Technische Spezialpapiere für verschiedene Anwendungen.

  • Literatur

    J. Geuenich, Gesch. d. Papierind. im Düren-Jülicher Wirtsch.raum, 1959;
    B. Nadolny, F. H. S. u. d. Papiermacherkunst in Düren, 1957 (P);
    H. G. Möntmann, Papier positiv, Eine Vision, 100 J. F. S., 1995 (P).

  • Portraits

    Bronzebüste v. F. Hecker, ausgeführt v. K Szalinski, 1937 (Osnabrück, Felix Schoeller jr. GmbH & Co. KG, Firmenpark).

  • Autor/in

    Frieder Schmidt
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmidt, Frieder, "Schoeller, Felix" in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 370-371 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139668527.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA