Lebensdaten
1788 bis 1863
Geburtsort
Düren bei Jülich (Rheinland)
Sterbeort
Krauthausen bei Düren
Beruf/Funktion
Papierfabrikant
Konfession
-
Normdaten
GND: 139281320 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Schoeller, Heinrich August
  • H A S
  • HAS

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Schoeller, Heinrich August, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139281320.html [20.03.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich Wilhelm (1745–1827), Tuchfabr., Papiermacher auf d. Schevensmühle, d. Kaysersmühle u. d. Schoellershammer, seit 1795 Alleinbes. d. Schoellershammers, gründete 1799 mit Johann Arnold (s. u.) d. „Feintuchfabrik Schoeller“ in D., S d. Paul (1700–54), Tuchhändler, u. d. Maria Magdalena von Scheven ( 1794), Erbin d. väterl. Papiermühle;
    M Sarah Elisabeth (1753–1831), T d. Peter Coenen (Koenen), ref. Prediger in Linnich;
    Ur-Gvv Philipp Dietrich (1645–1707), betrieb im 17. Jh. e. Eisenhütte in Gemünd. erwarb Bergwerke u. Grundbes. ebd. sowie in Schleiden, Heimbach u. Dreiborn, Rütger von Scheven (1661–1740), Kaufm., Papiermühlenbes., 1710 Gründer d. Neumühle (s. NDB 21*);
    Ov Arnold (1747–1831), Tuchfabr. in D., zeitweise in Schleiden, gründete 1799 mit Heinrich Wilhelm (s. o.) d. „Feintuchfabrik Schoeller“ in D.;
    B Friedrich Wilhelm (1787–1827), Mitinh. d. Papierfabrik Schoeller & Nieper in Schönwald b. Mariaweiler u. d. Fa. Schoeller & Engels in Lamersdorf, Jakob Ludwig (Louis) (1791–1866), Papierfabr. auf d. Schoellershammer, auf d. Altemühle in D., später in Ungarn (Kremnitz u. Neczpall), Franz Paul (1794–1874), Tuchfabr. in D., Conrad Ernest (1797–1871), Tuchfabr. in D.;
    Schw Wilhelmine ( Friedrich Schoeller), Sara Gertrud (⚭ Peter Alexander Carstanjen, aus Duisburg, Mitinh. d. Fa. Schoeller & Carstanjen), Johanna Charlotte ( Matthias Houben, Notar in D.), Sophia Friederika (⚭ August Jakob Peipers, Kaufm. in D.);
    Stolberg 1819 Anna Catharina (1799–1872), aus Stolberg, T d. Matthias VII Leonhard Lynen, Messingfabr. in Stolberg, u. d. Anna Catharina Prym;
    5 S u. a. Julius Adolf (1820–76), Mitinh. d. Papierfabrik Heinr. Aug. Schoeller Söhne, Schoellershammer, Felix Heinrich (1821–93, ⚭ Maria, 1824–95, T d. Wilhelm Schüll, 1794–1853, Papierfabr., s. NDD 23), Gründer d. Papierfabrik Felix Heinr. Schoeller in D., KR, Benno Vitus (1828–1908), Mitinh. d. Papierfabrik Heinr. Aug. Schoeller Söhne, Schoellershammer u. d. Neumühle in D.;
    Ur-E Armin Renker (1891–1961), Papierfabr., Bibliophile, Papierhist., Schriftst. (s. NDB 21); Verwandte Carl (1855–1930), Hugo (1869–1931), beide Papierfabrikbes., Teilh. d. Fa. Hugo Albert Schoeller (beide s. Wenzel), Heinrich Eugen (1851–1924), seit 1888 in d. „Walzmühle“ tätig, dessen S Alfred (* 1879), Fabrikbes., Teilh. d. Papierfabrik Felix Heinrich Schoeller in D., Vorstandsmitgl. d. Ver. Dt. Papierfabrikanten (s. Wenzel).

  • Leben

    S. erhielt 1815 gemeinsam mit seinem Bruder Jakob Ludwig und seiner Schwester Sara Gertrud von seinem Vater die Papiermühle zu Krauthausen, Schoellershammer genannt, als Schenkung übertragen. Das Unternehmen firmierte als „Gebr. Schoeller & Carstanjen“, seit 1818 „Schoeller & Carstanjen“. 1819 schied Jakob Ludwig aus der Firma aus, blieb noch bis 1824 Teilhaber, dann verkauften Jakob Ludwig und Sara Gertrud ihre Anteile an S. Seit dieser Zeit firmierte das Werk als „Heinrich August Schoeller“. Das Unternehmen hatte 1820 ca. 80-90 Beschäftigte und erzeugte an sechs Bütten hochwertige handgeschöpfte Feinpapiere. 1841 wurde eine von Bryan Donkin in England hergestellte Langsiebpapiermaschine aufgestellt, wobei die preuß. Regierung die Einfuhr zum halben Zollsatz bewilligte. Die Einführung der maschinellen Papierfabrikation erzwang eine Vergrößerung der Wasserkraftanlagen. 1847 wurde eine erste Dampfmaschine aufgestellt, der 1851 eine weitere folgte. Seit 1852 wurde mit einer zweiten Papiermaschine gearbeitet, eine 1854 aufgestellte engl. Rollen-Leimmaschine gestattete die Fertigung höchstwertiger Feinpapiere, die bei den Weltausstellungen in Paris 1855 (Medaille 1. Kl.) und London 1862 Anerkennung fanden. Die drei Söhne Julius Adolf, Felix Heinrich und Benno Vitus setzten als Unternehmer das Gewerbe fort. Felix Heinrich gründete unter eigenem Namen die Papierfabrik Walzmühle, während Benno, seit 1857 gemeinsam mit Bruder Ludwig und Schwester Auguste Mitinhaber, das väterliche Unternehmen gemeinsam mit Augustes Ehemann Ernst Grebel weiterführte. Dieses ist gegenwärtig als „Papierfabrik Schoellershammer“ in Düren in kontinuierlichem Familieneigentum tätig und produziert Feinpapiere, Künstlerpapiere, Transparentpapiere und Wellpappenrohpapiere.

  • Literatur

    150 J. Feinpapierfabrik Schoellershammer, 1784-1934. 1934 (Stammtafel, P);
    J. Geuenich, Gesch. d. Papierind. im Düren-Jülicher Wirtsch.- raum, 1959 (P);
    Schoellershammer 1784-1984, 1984 (P).

  • Autor/in

    Frieder Schmidt
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmidt, Frieder, "Schoeller, Heinrich August" in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 366-367 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139281320.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA