Lebensdaten
1800 bis 1881
Geburtsort
Großarl (Salzburg)
Sterbeort
Salzburg
Beruf/Funktion
Botaniker ; Mediziner
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 104259051 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Sauter, Anton Eleutherius
  • Sauter, Anton
  • Sauter, Anton Eleutherius

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Zitierweise

Sauter, Anton, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd104259051.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V N. N. ( 1807), fürstebfl. Rat, Kämmerer u. Pfleger zu Werfen, S d. N. N., aus Günzburg (Schwaben), Wundarzt in Mattsee (Salzburg);
    M N. N., T e. Brauers in Tittmoning (Salzburg);
    B Andreas (1802–72), Chef d. k. k. Landesforstdirektion in Innsbruck (s. ÖBL), Ferdinand (1804–54), Schritfst. (s. Wurzbach; ÖBL; H. H. Hahnl, Vergessene Literaten, 1984; Hist. Lex. Wien: Killy);
    N. N.;
    3 S, 1 T.

  • Leben

    Nach der Grundschule in Werfen besuchte S. seit 1809 das Gymnasium und seit 1812 das Collegium Rupertinum in Salzburg. Schon während seiner Schulzeit pflegte er Kontakte mit Anton v. Braune (1766–1853) und Mathias Mielichhofer (1772–1847). 1819 absolvierte er den 3. Jahrgang der Philosophenschule in Graz und studierte 1820-26 in Wien Medizin, wo er mit der Arbeit „Versuch einer geographisch-botanischen Schilderung der Umgebung Wiens“ promoviert wurde. Sein Lehrer während des Studiums war Joseph v. Jacquin (1766–1839). Bis 1828 als Sekundararzt im Johannisspital (jetzt Landeskrankenhaus Wien) tätig, wechselte er als Landgerichtsarzt nach Kitzbühel und 1829 als Stadtarzt nach Bregenz. 1830 wurde S. zum k. k. Bezirksarzt in Zell am See ernannt, von wo er sich 1836 nach Mittersill versetzen ließ. 1839 folgte die Ernennung zum Kreisarzt in Ried im Innkreis. 1840 ließ sich S. nach Steyr versetzen und wurde 1848 Kreis- und Bezirksarzt in Salzburg (Ruhestand 1871).

    S., der sich schon als Schüler für Botanik interessierte, wurde während seines Studiums Mitglied der Regensburger Botanischen Gesellschaft. Er unterhielt persönliche Kontakte mit Heinrich Hoppe (1760–1846), Franz Unger (1800–70), Ludwig Rabenhorst (1806–81) und Wilhelm Schimper (1804–78). 1860 zählte er zu den Gründern der „Gesellschaft für Salzburger Landeskunde“ (Vorstand 1864–74). Besonders befaßte sich S. mit der Erforschung der Salzburger Gefäßpflanzen- und Kryptogamenflora. So entstand 1866-79 in mehreren Folgen eine vollständige „Flora des Herzogthums Salzburg“ (in: Mitt. d. Ges. f. Salzburger Landeskunde). Neben der umfassenden Bearbeitung der Salzburger und auch der oberösterr. Moose ist seine Mitarbeit an der „Bryologia europaea“ (seit 1844) hervorzuheben. Neben botanischen Arbeiten galt sein Interesse der Beschreibung von Naturräumen, wobei er auch ökologische Zuammenhänge berücksichtigte. Seine Verdienste um die botanische Forschung fanden ihren Niederschlag in der Benennung von einer Gattung und 17 Arten mit seinem Namen (z. B.: Draba sauteri) und auch im botanischen Publikationsorgan „Sauteria“, welches seit 1986 in Salzburg erscheint.

  • Werke

    Weitere W über 100 Schrr., meist in d. Zss. Flora u. Mitt. d. Ges. f. Salzburger Landeskunde;
    Schilderung d. Vegetationsverhältnisse in d. Gegend um d. Bodensee u. in e. Theil Vorarlbergs, in: Flora 20, I. Bd. Beibl., 1837, S. 1-66;
    Über d. Verschiedenheit d. Vegetation d. Kalk- u. Schiefergebirge, ebd. 23, 1840, S. 561-74;
    Die Moosschätze d. Untersberges b. Salzburg, ebd. 41 (N. R. 16), 1858, S. 382-86;
    Über Pflanzenwanderung, ebd. 51 (N. R. 26), 1868, S. 310-14;
    Die Vegetalionsverhältnisse d. Pinzgaues im Hzgt. Salzburg, in: Mitt. d. Ges. f. Salzburger Landeskunde 3, 1863, S. 20-116;
    Flora d. Hzgt. Salzburg VII, Die Pilze, ebd. 18, 1878, S. 99-185;
    Die Flechten d. Nordseite d. Alpen Salzburgs u. Österreichs, in: Botan. Cbl. 1, 1846, S. 405-23.

  • Literatur

    Mitt. d. Ges. f. Salzburger Landeskunde 21, 1881, S. 229-34;
    K. Schiedermayr, in: Österr. Botan, Zs. 27, 1877, S. 1-6 (P);
    P. Heiselmayer, in: Sauteria 1, 1986, S. 9-11;
    P. Pilsl, Bibliogr. d. naturwiss. Lit. über d. Land Salzburg, Bd. 1, Bibliogr. d. botan. Lit. über d. Land Salzburg, T. 1, Von d. Anfängen bis 1980, ebd. 12, 2003;
    Wurzbach;
    ÖBL.

  • Autor/in

    Paul Heiselmayer
  • Empfohlene Zitierweise

    Heiselmayer, Paul, "Sauter, Anton" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 468-469 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104259051.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA