Lebensdaten
1871 bis 1927
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Musikwissenschaftler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118646540 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Abert, Hermann Joseph
  • Abert, German
  • Abert, Herman
  • mehr

Verknüpfungen

Visualisieren

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Abert, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118646540.html [18.08.2017].

CC0

Abert, Hermann Joseph

Musikforscher, * 25.3.1871 Stuttgart, 13.8.1927 Stuttgart. (evangelisch)

  • Genealogie

    V Johann Josef Abert, Komponist (s. 2); M Amalie Marquardt; 18.3.1905 Anna, T des klassischen Philologen Wilhelm Dittenberger, Halle; T Anna Amalie (* 1906), Musikwissenschaftlerin, Kiel.

  • Leben

    Schon früh wurde A. durch seinen Vater und das Stuttgarter Konservatorium in der praktischen Musik gefördert. Nach dem Studium der klassischen Philologie (1890–95, Tübingen und Berlin) wandte er sich in Berlin der Musikwissenschaft zu und habilitierte sich 1902 in Halle für Musikgeschichte. In Italien vertiefte A. seine Kenntnisse über die Geschichte der italienischen Oper. 1910 wurde er außerordentlicher, 1918 ordentlicher Professor in Halle. 1920 Nachfolger H. Riemanns auf dem Leipziger und 1923 Nachfolger H. Kretzschmars auf dem Berliner Lehrstuhl für Musikwissenschaft. Die Preußische Akademie der Wissenschaften wählte ihn 1925 als den einzigen Vertreter der Musikwissenschaft zum ordentlichen Mitglied. Daneben verwaltete er zahlreiche Ehrenämter (u. a. Präsident der „Deutschen Musikgesellschaft“ und Lektor der Preußischen Kommission zur Herausgabe von Denkmälern der Tonkunst). - A.s Arbeiten gehen aus von der Erforschung der Musikanschauung der Antike (Dissertation: Die Lehre vom Ethos in der griechischen Musik, 1899) und des Mittelalters (Die Musikanschauung des Mittelalters, 1905). Später wandte er sich besonders der Operngeschichte zu (Jomelli, Gluck, Mozart). In seinen Forschungen verband er philologische Akribie mit künstlerischem Einfühlungsvermögen. Aus seiner Schule gingen zahlreiche Musikwissenschaftler hervor.

  • Werke

    Weitere W R. Schumann, 1903; Dramat. Musik am Hofe Hzg. Karl Eugens v. Württ., 1906; Gesch. d. Robert-Franz-Singak. zu Halle, 1908; Niccolo Jomelli als Opernkomponist, 1908; W. A. Mozart, 5. vollst. neu bearb. u. erweiterte Ausg. v. O. Jahns Mozart, 2 Bde., 1919–21, 1923-24; Goethe u. d. Musik, 1922; Hrsg.: DDT, Bd. 32/33, 1907, 43/44, 1913, 55, 1916; DTB, Jg. 14, 2, 1914; DTÖ, Bd. 44a, 1914; Gluck-Jb., 1913–1918; Mozart-Jb., 1923–24; Ges. Schrr. u. Vorträge, hrsg. v. F. Blume, 1929; vollst. Verz. in: Gedenkschr. f. H. A. (s. L).

  • Literatur

    W. Vetter, H. A. zum Gedächtnis, in: Jb. d. Musikbibl. Peters f. 1927, 1928; K. G. Fellerer, H. A., in: Bursian-Jberr., Bd. 228, Jg. 56, 1930; J. Petersen, H. A., in: SB d. Preuß. Ak. d. Wiss., phil.-hist. Kl., 1928; Gedenkschr. f. H. A., hrsg. v. F. Blume, 1928 (W, P); F. Blume, in: MGG.

  • Portraits

    in: Neue Musikztg. 39, 1918, S. 73.

  • Autor

    Georg von Dadelsen
  • Empfohlene Zitierweise

    Dadelsen, Georg von, "Abert, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 18 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118646540.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

Artikel noch nicht erschlossen.