Lebensdaten
1829 bis 1899
Geburtsort
Saarbrücken
Sterbeort
Potsdam
Beruf/Funktion
preußischer Minister
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116005149 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Achenbach, Heinrich Karl Julius von
  • Achenbach, Heinrich Karl Julius von (Adel seit 1888)
  • Achenbach, Heinrich
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB
Weitere Erwähnungen in der NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Achenbach, Heinrich von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116005149.html [25.04.2018].

CC0

  • Genealogie

    B Adolf Achenbach (s. 1);
    Marina Rollmann aus Soest;
    S Heinrich Achenbach, Vortragender Rat im preußischen Kultusministerium, Adolf Achenbach (1866–1951), Landrat, Vorsitzender des Deutschen und Preußischen Landkreistags;
    T Johanna, Graf Monts, Oberstleutnant.

  • Leben

    A. war anfangs in der preußischen Bergverwaltung tätig. Seit 1860 wirkte er als außerordentlicher Professor der Rechte in Bonn und machte sich auf dem Gebiet des Bergrechts einen Namen. 1866 wurde er in das Abgeordnetenhaus gewählt, wo er sich anläßlich der Indemnitätsfrage an der Gründung der freikonservativen Partei (später Reichspartei) beteiligte. Neben dem Grafen E. G. Bethusy-Huc war A. der gewandteste Redner und Parlamentarier dieser entschieden Bismarck-freundlichen Gruppe. Seiner der Regierung nützlichen Tätigkeit im Abgeordnetenhaus und Reichstag lief ein rascher Aufstieg A.s in der Ministeriallaufbahn parallel. 1866 wurde er als Vortragender Rat in das Handelsministerium berufen, 1871 in das Reichskanzleramt übernommen und 1872 unter A. Falk zum Unterstaatssekretär im Kultusministerium ernannt. Im folgenden Jahr trat er als Nachfolger von Graf H. von Itzenplitz an die Spitze des preußischen Handelsministeriums. A., ein Anhänger des Manchestertums, geriet in Gegensatz zu Bismarcks Wirtschaftspolitik, als dieser 1877-78 einen konservativen Kurs zu steuern begann. Nach seinem Rücktritt als Handelsminister (1878) wurde A. Oberpräsident von Westpreußen und 1879 von Brandenburg. In dieser Eigenschaft hatte er den damaligen Prinzen Wilhelm durch Vorträge in die Verwaltungspolitik einzuführen. In den nicht wirtschaftlichen Fragen vertrat A. weiterhin den Regierungskurs, 1886 befürwortete er in einem nach ihm benannten Antrag eine energische Polenpolitik der preußischen Regierung.

  • Werke

    u. a. Das allgem. dt. Bergrecht in Verbindung mit d. preuß. Bergrechte, 1871.

  • Literatur

    A. Wolfstieg, Anfänge d. freikonservat. Partei, in: Festschr. f. H. Delbrück, 1908;
    O. v. Bismarck, Ges. Werke, 1924 ff., VIII, IX, XV; F. Hartung, Dt. Gesch. 1871-1919, 31929;
    H. Kruse, in: Westfäl. Lb. III, 1934, S. 103-26 (L, P).

  • Portraits

    in: LIZ 113, 1899, S. 93; H. Baumann, Dt. Verkehrsbuch, 1931, S. 23.

  • Autor

    Heinz Gollwitzer
  • Empfohlene Zitierweise

    Gollwitzer, Heinz, "Achenbach, Heinrich von" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 32 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116005149.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA