Lebensdaten
unbekannt
Beruf/Funktion
Verleger
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 128554703 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Buechstött
  • Bustetto
  • Pustet
  • mehr

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Zitierweise

Pustet, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd128554703.html [31.03.2020].

CC0

  • Leben

    Die Familie mit dem ursprünglichen Namen „Bustetto“, stammt aus Italien, wohl aus der Provinz Udine, ist kurz vor 1700 nach Bayern eingewandert und nannte sich bis ca. 1800 „Buechstött“. Friedrich (I) (s. 1) gründete 1820/22 in Passau eine Buchhandlung und Druckerei, die 1826 nach Regensburg verlegt und seit 1860 von seinen Söhnen Friedrich (II) (s. 2), Karl (1839–1910, s. BJ 15, Tl.), verheiratet mit einer Tochter des Innsbrucker Verlagsbuchhändlers Ferdinand Hilarion Rauch, und Clemens (1833–98) weitergeführt wurden. Clemens leitete die väterliche Papierfabrik in Alling bei Regensburg, die später von seinen drei Söhnen übernommen und während des 1. Weltkriegs verkauft wurde. Karls Sohn Ludwig (1870–1933), verheiratet mit der Tochter des aus Cincinnati stammenden Malers Wilhelm Lamprecht (1838–1922), trat um 1890 in den Verlag ein und übernahm 1912 die beiden Filialen in New York und Cincinnati; außerdem erbte er den Verlag Felizian Rauch in Innsbruck. Friedrich (III) (1867-1947, s. Rhdb.), 1912-20 Alleininhaber der Firma Friedrich Pustet Regensburg, 1920-27 persönlich haftender Gesellschafter der Firma Josef Kösel und Friedrich Pustet K.G.. München, führte die Verlagstradition mit den Schwerpunkten Liturgie, Kirchenmusik und Theologie fort. Nach Ausscheiden des Regensburger Verlags aus der K.G. 1927 war er wieder Inhaber der Firma Friedrich Pustet Regensburg, an der er seinen Sohn Friedrich (IV) (1897-1962, s. L) beteiligte. Sie führten den Verlag durch die schwierigen Zeiten des Nationalsozialismus und des Krieges. In den Jahren des Wiederaufbaus wurde 1956/58 ein neues Verlags- und Druckereigebäude errichtet. Unter Friedrich (V) (1927-89) zog die Einführung der Landessprachen in der Liturgie durch das Vatikanische Konzil praktisch den Verlust des Weltmarkts und erhebliche finanzielle Einbußen nach sich. Seine Witwe Elisabeth (* 1933) leitete den Verlag bis 1998, seither ihr Sohn Friedrich (VI) (* 1959). Neben Liturgie, Theologie und Geschichte gilt die besondere Aufmerksamkeit der Ausweitung des Buchhandelsbereichs.

    Jakob (1764–1825, s. L), ein Onkel Friedrichs (I), trat 1784 in dasAugustinerchorherrenstift Rohr ein (Ordensname Peter), wurde 1790 in Ingolstadt zum Dr. phil. promoviert und war hier anschließend bis 1794 Lehrer am Gymnasium 1801 wurde er Rohrs letzter Propst. 1821 in das Domkapitel in Regensburg berufen, wurde er 1824 Bischof von Eichstätt (s. Gatz I [L, P]). Elisabeth (* 1924), Schwester Friedrichs (V), war nach einem Theologie- und Germanistikstudium Verlagslektorin. Nach ihrem Eintritt in die Abtei Herstelle/Weser nahm sie den Ordensnamen Marcellina an; sie leitet als Äbtissin die Benediktinerinnenabtei Säben (Südtirol) (s. L).

  • Autor/in

    Dieter Albrecht
  • Familienmitglieder

  • Empfohlene Zitierweise

    Albrecht, Dieter, "Pustet" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 14-15 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd128554703.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA