Lebensdaten
1721 bis 1797
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 130470139 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Diterich, Johann Samuel
  • Dieterich, Joannes Samuel
  • Dieterich, Johann Samuel
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Diterich, Johann Samuel, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd130470139.html [01.06.2020].

CC0

  • Leben

    Diterich: Johann Samuel D., protestantischer Theolog des 18. Jahrhunderts, geb. 15. Decbr. 1721 in Berlin, wo sein Vater Prediger an der Marienkirche war. Nachdem er auf dem Gymnasium zum Grauen Kloster eine gründliche philologische Vorbildung genossen, studirte er 1739 ff. Philosophie und Theologie zu Frankfurt a/O. bei A. G. Baumgarten, Jablonsky u. A., vollendete seine Studien in Halle bei J. S. Baumgarten, ward 1744 Hauslehrer, dann Gehülfe seines Vaters im Predigtamt (Feldprediger), 1751 zweiter Prediger an der Marienkirche, später Oberconsistorialrath, und starb 1797 den 14. Jan., — ein „Mann von hellem Geist und edlem Herzen“, der Richtung der theologischen Aufklärung und des Rationalismus angehörig. Diese Richtung zeigen seine Predigten, worunter eine Gedächtnißpredigt auf Prinz Heinrich 1767, auf Friedrich II. 1786, sowie seine populär-theologische Schrift „Unterweisung zur Glückseligkeit nach der Lehre Jesu“, 1772. Insbesondere aber suchte er die Anschauungen des theologischen Rationalismus auch in poetischer Form zu verbreiten durch Abfassung „Geistlicher Lieder" und „Verbesserung" resp. Verwässerung alter Kirchenlieder; 1787 gab er ein „Gesangbuch für häusliche Andacht“ heraus und nahm Theil an der Herausgabe eines neuen preußischen Gesangbuches, der „Neuen Liedersammlung für den öffentlichen Gottesdienst“ 1765 und 1780,|worin der Weg gezeigt wird für die nun bald überall einreißende Unsitte der Modernisirung der Lieder und Gesangbücher. Von ihm selbst rühren 26 Ueberarbeitungen, 42 eigene Dichtungen her. Ein Verzeichniß seiner Schriften und Predigten, sowie biographische Notizen s. bei Döring, Gel. Theol. Deutschlands, Bd. I. S. 334 ff. Außerdem vgl. seinen Lebenslauf, verfaßt von seinem Schwiegersohn, dem Oberhofprediger Zöllner in Berlin, in Teller's N. Magazin f. Prediger, Bd. VI. 1797 und Koch, Gesch. des Kirchenlieds, Bd. III.

  • Autor/in

    Wagenmann.
  • Empfohlene Zitierweise

    Wagenmann, Julius August, "Diterich, Johann Samuel" in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 258-259 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd130470139.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA