Lebensdaten
1803 – 1877
Geburtsort
Nürnberg
Sterbeort
Nürnberg
Beruf/Funktion
Chirurg ; Augenarzt ; Arzt
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 12464290X | OGND | VIAF: 8326744
Namensvarianten
  • Dietz, Johann Simon Jeremias von
  • Dietze, Johann von
  • Dietz, Johann von
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Zitierweise

Dietz, Johann von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12464290X.html [24.06.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Zach. (1775–1862), Kaufm. u. Magistratsrat in Nürnberg, S des Joh. Jak. ( 1802), Teilhaber der Manufakturwaren-Fa. J. G. Fendler u. D. in Nürnberg, u. der Susette Fendler;
    M Doroth. Cath. ( 1815), T des Christian Heinr. Raw (1736–1818),|Dir. der v. Hörmannschen Handlung in Nürnberg, u. der Cath. Heuß;
    1832 Adelheid (1809–77), T des Theodor Lehmus (1777–1837), Dekan in Ansbach, Abg. der 2. Kammer der Landstände (s. ADB XVIII), u. der Henriette Mohl aus Dinkelsbühl;
    S Theodor (1833–97), Augenarzt in Nürnberg.

  • Biographie

    Nach medizinischen Studien in Erlangen, Göttingen und Würzburg promovierte D. 1825 in Würzburg zum Dr. med. Dann unternahm er eine große europäische Bildungsreise, die ihn über Wien, Paris, London, Edinburgh, Glasgow und Berlin führte und wobei er überall die neuen Hospitäler und Operationsmethoden kennenlernte. Seit 1828 ließ er sich in Nürnberg als praktischer Arzt mit besonderer Bevorzugung der Chirurgie und der Augenheilkunde nieder (1832 Oberwundarzt am Heilig Geist-Spital). 1833 berief man ihn als Nachfolger von Michael Jaeger auf den Lehrstuhl für Chirurgie der Universität Erlangen, den er nicht ganz 2 Jahre bis zur Rückkehr Jaegers innehatte. Eine Versetzung nach Landshut trat er nicht an und quittierte auf eigenen Wunsch die akademische Laufbahn, die er nicht gesucht hatte, um in seine Nürnberger Praxis zurückzukehren. Hier erwarb sich D. große Verdienste um die Erbauung eines ersten neuzeitlichen Krankenhauses. Nach dessen Vollendung wurde ihm die Leitung der chirurgischen Abteilung übertragen, die er über 32 Jahre innehatte. Fast ebensolange war er Vorstand der Maximilians-Augenheilanstalt für arme Augenkranke in Nürnberg. Alle Bestrebungen zum standespolitischen Zusammenschluß der Ärzte unterstützte D. tatkräftig. Das große Ansehen, das er unter seinen Kollegen in ganz Bayern genoß, brachte ihm den Vorsitz des Ärztlichen Reformkongresses in München 1848. D. war Gründungsmitglied und die treibende Kraft des im neuen Geiste 1852 gegründeten Nürnberger ärztlichen Lokalvereins. Neben dem Physiker Ohm war er 1845 Präsident der 23. Versammlung der deutschen Naturforscher und Ärzte in Nürnberg und verfaßte den Bericht. In seiner Person vollzog sich in Nürnberg der Übergang von der nichtakademischen zur akademischen Chirurgie. 1863 Hofrat, 1873 Verdienstorden der Bayerischen Krone.

  • Werke

    Zur Gesch. d. ärztl. Standes u. d. ärztl. Ver.wesens i. d. Stadt Nürnberg, Denkschr. f. d. 25-J.feier d. ärztl. Ver., 1877 (mit J. Cnopf).

  • Literatur

    Ärztl. Intelligenzbl. 25, 1878, Nr. 37, S. 386-90;
    Festschr. z. 50j. Bestehen d. ärztl. Ver. Nürnberg 1852-1902, 1902;
    G. Merkel, Zwei Typen bayer. Ärzte a. d. Mitte d. 19. Jh. (L. M. Geist u. D.), in: Münch. med. Wschr. 50, 1903, Nr. 1, S. 4-7;
    H. Kirste, Der ärztl. Ver. in Nürnberg, hist. Rückblick anläßl. s. 75j. Jubiläums, ebd. 1927, Nr. 9; zur Genealogie: Ahnenliste Max Beckh, in: Fränk. Ahnen, Beil. z. H. 1/2 d. Bll. f. Fränk. Fam.kde., 1939 (P);
    BLÄ.

  • Autor/in

    Robert Herrlinger
  • Zitierweise

    Herrlinger, Robert, "Dietz, Johann von" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 706-707 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12464290X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA