Lebensdaten
1868 – 1951
Geburtsort
Basel
Sterbeort
Münsterlingen/Bodensee
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe ; Professor in Basel, Tübingen, Göttingen und Berlin ; Theologe ; Orientalist ; Religionswissenschaftler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118658573 | OGND | VIAF: 64103747
Namensvarianten
  • Bertholet, Alfred Robert Felix
  • Bertholet, Alfred
  • Bertholet, Alfred Robert Felix
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Bertholet, Alfred, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118658573.html [19.08.2022].

CC0

  • Genealogie

    V David Fel. (1830–1906), Französischlehrer und später Konrektor des Gymnasiums in Basel, aus Weingutsbesitzerfamilie in Aigle (Kanton Waadt);
    M Sabine Elisabeth Wagner (1841–94) aus Basel;
    Basel 1906 Salome, T des Basler Großkaufmanns Johann Peter Schmid aus Glarus und der Salome Weber aus Basel; 2 T.

  • Biographie

    B. studierte 1887-92 in Basel, je ein Semester auch in Straßburg und Berlin. Die Alttestamentler K. von Orelli und B. Duhm, der Orientalist Th. Nöldeke und A. von Harnack wurden dabei vor andern für ihn wegweisend. Eine Stellung als Geistlicher der holländisch-deutschen Gemeinde in Livorno mußte er wegen Krankheit nach anderthalb Jahren aufgeben. Seine akademische Laufbahn als Alttestamentler und Religionshistoriker, die er 1896 in Basel begann (1899 außerordentlicher, 1905 ordentlicher Professor), führte ihn 1913 nach Tübingen, 1914 nach Göttingen und 1928 nach Berlin. 1936 entpflichtet, hielt er noch bis 1939 Vorlesungen und wirkte zuletzt seit 1948 als Gastdozent wieder in Basel. Gab zunächst die Wellhausensche Schule seiner wissenschaftlichen Arbeit die Richtung, so stand er später der „religionsgeschichtlichen Schule“ nahe und verfolgte schließlich bei seinen Untersuchungen zur Religionsgeschichte das Ziel, eine allgemeine Phänomenologie der Religionen zu geben. Die Bedeutung seiner religionsgeschichtlichen Arbeit liegt vor allem in der Fülle des Materials, das er in der Freude an den mannigfaltigen Ausdrucksformen des religiösen Lebens mit wissenschaftlicher Sorgfalt gesammelt und durchgeordnet hat. - B. wurde u. a. 1918 Ehrenmitglied der amerikanischen Society of Biblical Literature and Exegesis und 1938 Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.

  • Werke

    u. a. Arbb. z. AT, in denen sich B. bes. als Kenner d. nachexil. Judentums auswies: Die Stellung d. Israeliten u. Juden z. d. Fremden, 1896;
    Kommentare z. Hesekiel (Ezechiel), 1897 u. 1936, Ruth, 1898, Deuteronomium, 1899, Leviticus. 1901, Esra u. Nehemia, 1902;
    Biblische Theol. d. AT II, 1911;
    Kulturgesch. Israels, 1919;
    z. allg. Religionsgesch.: Religionsgesch. Lesebuch, 1908, ²1926 ff.;
    Hrsg.;
    Lehrb. d. Religionsgesch. v. Chantepie de la Saussaye, Neuausg. 1925 (mit E. Lehmann); Red. d. religionsgesch. Art. v. RGG; Einzelunterss.:
    Dynamismus u. Personalismus in d. Seelenauffassung, 1930;
    Götterspaltung u. Göttervereinigung, 1933;
    Das Geschlecht d. Gottheit. 1934;
    Der Sinn d. kult. Opfers, 1942; vollst. Verz. in:
    Festschr. f. A. B., hrsg. v. W. Baumgartneru. a., 1950, S. 564-78 (P).

  • Literatur

    J. Meyer, Gesch. d. Göttinger theol. Fak., in: Zs. d. Ges. f. niedersächs. Kirchengesch. 42, 1937, S. 88;
    W. Baumgartner, In memoriam A.B., in: Schweiz. Theol. Umschau 21, 1951, S. 121-25;
    L. Rost, A. B. in memoriam, in: Theol. Lit.ztg. 77, 1952, Sp. 114-18 (W);
    RGG.

  • Autor/in

    Philipp Meyer
  • Zitierweise

    Meyer, Philipp, "Bertholet, Alfred" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 168 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118658573.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA