Lebensdaten
1815 bis 1885
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Darmstadt
Beruf/Funktion
Prinzessin von Hessen und bei Rhein
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 136924565 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Elisabeth von Preußen
  • Elisabeth
  • Elisabeth von Preußen
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Zitierweise

Elisabeth, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136924565.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Prinz Wilhelm d. Ä. (1783-1851), S des Kg. Frdr. Wilh. II. v. Preußen ( 1797) u. der Friederike Prn. v. Hessen-Darmstadt ( 1805);
    M Maria Anna (1785–1846), T des Landgrafen Frdr. V. Ludw. v. Hessen-Homburg ( 1820) u. der Prn. Caroline v. Hessen-Darmstadt ( 1821);
    Schw Kgn. Marie v. Bayern ( 1889);
    1836 Prinz Carl v. Hessen u. b. Rhein (1809–77);
    3 S, u. a. Ludwig (1837–92) folgt seinem Ov Ludwig III. 1877 als Ghzg., T Anna ( 1865, Ghzg. Frdr. Franz II. v. Meckl.-Schwerin, 1883).

  • Leben

    E. wuchs in dem noch durch die Not der Jahre 1806/15 geprägten Berlin auf, der einfache Lebensstil im Elternhaus wie am Hofe Friedrich Wilhelms III. entsprach völlig ihrer eigenen Neigung. Einer angeborenen Bescheidenheit gesellte sich als väterliches Erbteil eine nüchterne, wenn auch durchaus nicht gefühlsarme Klarheit und Beharrlichkeit, von seiten der Mutter, die zu den führenden Persönlichkeiten der Berliner Erweckungsbewegung gehörte, eine bei der Tochter freilich unromantische, biblizistische Gläubigkeit. Von Einfluß waren ihre Lehrer, Oberhofprediger G. Strauß, Johann Goßner, auch Pfarrer F. W. Arndt. Von der Mutter überkommen war ihr auch die aus Glauben, Nächstenliebe und Verantwortungsbewußtsein geborene, sehr tätige Hilfsbereitschaft für Arme, Kranke, Gefallene, für die christliche Fortbildung überhaupt. Dieses Erbe nahm E. in die neue hessische Heimat mit. Im Großherzogtum gab es 1836 kaum Ansätze der sozialen Wohltätigkeit; religiös herrschte noch die Aufklärung, kirchenpolitisch allein das Staatskirchentum. E. fand also keinen günstigen Boden, setzte sich aber allmählich durch. Eine Reihe von Wohlfahrtseinrichtungen entstanden unter ihrer Hilfe; ihr größtes Werk ist die Gründung des Diakonissenmutterhauses Elisabethenstift in Darmstadt (1858). So war ihre Tätigkeit überaus segensvoll; sie stand mit nur wenigen Helfern am|eigentlichen Anfang aller Arbeiten der Inneren Mission und der weiblichen Diakonie in Hessen, ihre stille und unablässige Tätigkeit hat in der Folgezeit auf das kirchliche Leben Hessens indirekt vielfach wandelnd eingewirkt. Politischen Einfluß hat sie weder geübt, noch je erstrebt.

  • Literatur

    F. Bender, E. Prn. Karl v. Hessen u. b. Rhein …, 1886 (P);
    M. Fürstin zu Erbach-Schönberg, Entscheidende Jahre, 1921, S. 42 f.;
    B. Knell, 90 J. Diakonissenhaus Elisabethenstift Darmstadt, 1948. – Qu.: Nachlaß im Staatsarchiv Darmstadt (Ghzgl. Hess. Fam.archiv).

  • Portraits

    Kinderbildnisse auf Fam.gruppenbildern v. C. Bardua, 1820 (im Krieg vernichtet), Abb. bei E. Droescher, Briefwechsel d. Prn. Wilhelm v. Preußen … mit ihrem B Ludw., 1904, u. v. W. Schadow, 1822 (im Bes. d. Prinzen Ludwig v. Hessen u. b. Rhein);
    2 P (Darmstadt, Elisabethenstift).

  • Autor/in

    Ludwig Clemm
  • Empfohlene Zitierweise

    Clemm, Ludwig, "Elisabeth" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 444 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136924565.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA