Lebensdaten
1842 bis 1919
Geburtsort
Düsseldorf
Sterbeort
Weimar
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116379901 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hagen, Theodor Joseph
  • Hagen, Theodor
  • Hagen, Theodor Joseph

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Zitierweise

Hagen, Theodor, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116379901.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Herm. Theodor (1816–72), Kaufm., S d. Kaufm. Joh. Lorenz (1782–1838) in D. u. d. Anna Marg. Wiend;
    M Ida Walburga (* 1820), T d. Rotgerbers Chrstn. Maria Linden in Mülheim/Rhein u. d. Anna Maria Wenzler.

  • Leben

    H. war 1863-68 Schüler von O. Achenbach an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Schon 3 Jahre nach Abschluß seines Studiums folgte er einem Ruf an die Kunstschule in Weimar, wo er als Nachfolger von Max Schmidt eine Klasse für die Landschaftsmalerei betreute (Professortitel). 1877 wurde er Direktor, ließ sich jedoch 1881 von diesen Verpflichtungen entbinden, um sich bis zu seinem Tode ganz dem Lehrberuf zu widmen. H. hat sich das Naturstudium nach dem Vorbild französischer Maler vom Realismus des G. Courbet über die paysage intime der Schule von Barbizon bis zum Impressionismus erschlossen und seinen Schülern vermittelt, von denen er zum Teil Anregungen übernahm. Seit etwa 1885 malte er impressionistisch, zum Teil unter dem Einfluß seines Schülers L. von Gleichen-Rußwurm. H. hat in der freien Natur nicht nur gezeichnet, sondern auch gemalt (Freilichtmaler). Während er von Düsseldorf aus seine Motive am Niederrhein, in Westfalen, in der Eifel, an der Mosel, an der Lahn und in der Schweiz fand, suchte er sie später in der Nachbarschaft von Weimar und in Thüringen. Eins seiner schönsten Gemälde ist wohl die Windmühle bei Weimar (Weimar, Staatliche Kunstsammlungen).

    Seit 1866 hat H. die Ausstellungen der Berliner Akademie sowie die des Deutschen Künstlerbundes, seit 1876 die des Glaspalastes in München beschickt. 1893 wurde er Mitglied der Münchener, 1902 der Berliner Sezession. Er war einer der bedeutendsten Landschaftsmaler zur Zeit des Impressionismus und erfreute sich der Gunst A. Lichtwarks, des Direktors der Hamburger Kunsthalle, in dessen Auftrag er unter anderem Hafenbilder malte. Auch die Radierung hat H. gepflegt.

  • Werke

    Gem. in d. Museen zu Breslau, Bukarest, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Hamburg, Magdeburg, München, Posen, Stuttgart u. Weimar.

  • Literatur

    F. v. Bötticher, Malwerke d. 19. Jh., 1911, S. 445;
    v. Bojanowsky, Die Weimarer Kunstschule vom 1.10.1860-1.10.1885, in: Dt. Kunst 48, 1921;
    Répertoire d’Art, 1922;
    W. Scheidig, Gedenkausstellung Weimar, Landesmus., 1942;
    ders., Die Weimarer Malerschule d. 19. Jh., 1950;
    ders, Ann. z. Gesch. d. Kunstschule u. d. Kunstlebens in Weimar, in: Die Weimarer Malerschule, Ausstellung, 1960 (P);
    ThB;
    DBJ II (Tl. 1919, L).

  • Portraits

    Ölgem. v. J. Scheurenberg, 1870 (Weimar, Privatbes.), Abb. b. W. Scheidig, 1960, Abb. 20, s. L.

  • Autor/in

    Heinrich Schmidt
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmidt, Heinrich, "Hagen, Theodor" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 481 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116379901.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA