Lebensdaten
erwähnt um 1165 , gestorben 1190
Beruf/Funktion
Herzog von Niederlothringen
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137524463 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gottfried VII. in der Wiege
  • Gottfried III. (als Herzog von Brabant)
  • Gottfried in der Wiege
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Weitere Erwähnungen in der NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Gottfried VII., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137524463.html [15.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Hzg. Gottfried VI. v. N. ( 1142, s. NDB VI);
    1) 1155 Margarethe ( 1172), T d. Gf. Heinrich II. v. Limburg ( 1167), 2) Imagina ( 1214/20 als Äbtissin v. Münsterbilsen), T d. Gf. Ludwig v. Loon;
    S aus 1) Hzg. Heinrich I. v. Lothringen-Brabant ( 1235), Bischof Albert v. Lüttich ( 1192, s. NDB I), aus 2) Wilhelm v. Löwen, Gottfried v. Löwen.

  • Leben

    G. war beim Tode seines Vaters noch nicht ganz ein Jahr alt. Trotzdem erhielt er von Konrad III. das Herzogtum Lothringen-Brabant unter der Vormundschaft seiner Mutter, der Schwägerin des deutschen Königs. Konkurrenten in dieser Würde waren die beiden Brüder Heinrich und Gerhard von Limburg, Söhne Herzog Walrams, die ebenfalls den Herzogstitel führten; doch hatte diese lothringische Herzogswürde über die unmittelbaren Besitzungen Limburg beziehungsweise Löwen-Brabant hinaus|keine praktische Bedeutung mehr. Die gefährlichere Bedrohung für G. war zudem die Ausdehnung seines südlichen Nachbarn, des Grafen vom Hennegau, in Richtung auf Namur und die Ardennen. Dagegen suchte der Herzog Anschluß bei der damals mächtigsten Macht am Rhein, dem Kölner EB Philipp von Heinsberg. Er stand auch mit der deutschen Reichsgewalt auf gutem Fuß, erhielt von Barbarossa 1154 die Vogtei über das Kloster Parc bei Löwen, nahm 1179 am Reichskrieg gegen Heinrich den Löwen teil und unterzeichnete 1180 die Gelnhäuser Urkunde. Als jedoch 1186/87 zwischen Philipp von Heinsberg und Friedrich Barbarossa offene Feindseligkeiten ausbrachen, trat G. dabei auf die Seite des Kölners. Bei dieser Partnerschaft war der Kölner Erzbischof der überlegene und führende Teil. Das ist auch an der Territorialpolitik abzulesen: obwohl G. sich immer bemühte, die bislang selbständigen Enklaven seiner Herrschaft einzuverleiben (besonderen Erfolg hatte er in dieser Hinsicht 1179 mit der Grafschaft Arschot), mußte er es sich andererseits doch gefallen lassen, daß Philipp von Köln in Brabant die Herrschaft Diest erwarb.

  • Literatur

    s. Gottfried V. v. Nd.lothringen.

  • Autor/in

    Kurt Reindel
  • Empfohlene Zitierweise

    Reindel, Kurt, "Gottfried VII." in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 664 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137524463.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA