Lebensdaten
1745 bis 1818
Geburtsort
La Valetta (Malta)
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Anatom ; Augenarzt
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137266308 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Barth, Josef

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Zitierweise

Barth, Josef, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137266308.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Niccolò;
    M Maddalena Sciberras; ledig.

  • Leben

    B. studierte in Rom und Wien, wo er 1772 promovierte: er bildete sich bei dem französischen Okulisten Baron Michael de Wenzel dem Älteren zum Augenoperateur aus. B. wurde 1773 Lektor der Augenheilkunde und feineren Anatomie in Wien, 1774 bereits ordentlicher Professor und 1776 Augenarzt des Kaisers. B. soll über 3000 Staroperationen ausgeführt haben. Ein schwer umgänglicher Sonderling, wandte er sich nach 1790 archäologischen Studien zu und legte|eine einzigartige Sammlung geschnittener Steine an; die Auffindung des berühmten Torso des Ilioneus ist ihm zu danken.

  • Werke

    Etwas üb. d. Ausziehung d. grauen Stares, Wien 1797.

  • Literatur

    ADB II;
    R. v. Schneider, Ein Kunstsammler im alten Wien, in: Jb. d. Kunsthist. Slgg. 21, Wien 1900, S. 273;
    L. Schönbauer, Das medizin. Wien, 2 1947, S. 163 f. u. ö. (P);
    BLÄ I, 1929, Erg.-Bd., 1935.

  • Portraits

    v. A. Richter jun., Wien.

  • Autor/in

    Karl Schadelbauer
  • Empfohlene Zitierweise

    Schadelbauer, Karl, "Barth, Josef" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 604-605 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137266308.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Barth: Josef B., geb. 1745 auf Malta, ward Professor der Anatomie und Augenkrankheiten und kaiserlicher Leibaugenarzt zu Wien, 7. April 1818; ein Schüler des berühmten Baron Wenzel. Er war in seiner Zeit der angesehenste Augenarzt Deutschlands, doch fühlte er keinen Beruf, sein Wissen und Können andren mitzutheilen, sondern trachtete vielmehr, es zu alleinigem Vortheile auszubeuten, und nur auf ausdrückliches Verlangen Kaiser Josefs II. wurde er veranlaßt, gegen contractmäßige Zusicherung eines bedeutenden Honorars einen bereits gebildeten Arzt in seiner Kunst zu unterrichten; die Wahl fiel auf Adam Schmit, außerordentlichen Professor und Prosector an der damals neu errichteten Josef-Akademie. B. errichtete in Wien eine Privataugenheilanstalt mit großer Uneigennützigkeit und großen Opfern. Für die Monate Mai und Juni wurden die Staarblinden zusammengerufen und fanden dann Gelegenheit, durch B. operirt zu werden. Sein Hauptbestreben ging dahin, die Therapie und den Technicismus zu vereinfachen, und lehrte er in einer kleinen Schrift die Methode, die Staaroperation ohne Gehülfen auszuführen ("Ueber die Ausziehung des grauen Staars“, 1797.) Seine Professur legte er 1791 nieder.

    • Literatur

      Nekrol. v. Beer in den Vaterländischen Blättern und daraus in der medicinisch-chirurgischen Zeitung 1818 Nr. 52. — Morgenblätter für gebildete Stände 1815 Nr. 83 ff.

  • Autor/in

    Rothmund.
  • Empfohlene Zitierweise

    Rothmund, August, "Barth, Josef" in: Allgemeine Deutsche Biographie 2 (1875), S. 100 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137266308.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA