Lebensdaten
1754 bis 1800
Geburtsort
Traben-Trarbach
Sterbeort
Traben-Trarbach
Beruf/Funktion
Bankier ; Kaufmann ; Großhändler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 136470939 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Böcking, Adolf

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Zitierweise

Böcking, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136470939.html [21.02.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Richard (1726–73), Gründer der Firma Richard Böcking & Co., Handels- und Wechsel-Comptoir in Traben-Trarbach, S des Johann Adolf (1695–1770), Weinkaufmann, sponheimischer Landeskassierer, und der Marg. Dörbeck;
    M Eleonore („das schöne Lorchen“, 1736-85), T des pfalzgräflichen zweibrücken'schen Amtsrats und Amtskellners Hauth in Nohfelden;
    B Ludwig (1758–1829), Weinkaufmann, machte sich um die Verbesserung des Moselweinbaus verdient;
    Monschau 1779 Ernestine (1760–1821), T des Tuchfabrikanten Bernhard Georg Edlen von Scheibler und der Clara Maria Moll;
    10 S, 4 T, u. a. Heinrich s. (4);
    N Eduard (1802–70), Professor des römischen Rechts in Bonn, Herausgeber der „Notitia dignitatum omnium, …“ 1839-53, bekannter Herasgeber der Werke des Ulrich von Hutten (5 Bände, 1858–1862, und 2 Supplementbände, 1864–76).

  • Leben

    Nach Kaufmannslehre bei Merian in Basel wandelte B. in Gemeinschaft mit seinem Bruder Ludwig den 1773 ererbten Weinkommissionshandel zu einem selbständigen Großhandel auf eigene Rechnung um und baute 1779 das ihm verliehene Amt als pfalz-zweibrücken'schen Landeskassierer für die Hintere Grafschaft Sponheim zu einem eigentlichen Bankgeschäft aus. 1783 trennte er sich von seinem Bruder und gründete als erster Protestant mit Bürgerrecht in Kurtrier eine Zweigniederlassung in Koblenz, die auf Grund der Toleranz- und Wirtschaftspolitik des letzten Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus das Absatzmonopol für lothringisches Salinensalz und Saarkohle im Kurstaat erhielt. Durch großzügige Regelung der Verfrachtung (Charterung von Schiffen) und Errichtung von Kohlendepots schuf B. die erste geordnete Brennstoffversorgung der Neuzeit im Mosel-Mittelrheingebiet und verwirklichte dort wieder die wirtschaftliche Einheit des Stromes als Transportstraße. So hat er - frei von Zunftzwang - die freie Wirtschaft und die frühkapitalistische Epoche im südwestlichen Rheinland eingeleitet. Er floh im Oktober 1794 vor den französischen Revolutionstruppen nach Hanau. 1796 wurde er Mitinhaber der Kohlenhandelsfirma Karcher in Saarbrücken.

  • Literatur

    J. Hansen, Qu. z. Gesch. d. Rheinlandes im Za. d. franz. Revolution 1780-1801, 4 Bde., 1931–1938;
    H. van Ham, Saarkohlenhandel im 18. Jh., in: Der Bote v. d. Saar, 1934;
    ders., A. B., in: Rhein.-Westfäl. Wirtschaftsbiogrr. IV, 1941, S. 1 bis 22 (vollst. Bibliogr., Qu., P). - Zu N Eduard:
    ADB II.

  • Portraits

    Ölgem. v. unbek. Künstler (Gräfenbacher-Hütte/Hunsrück).

  • Autor/in

    Hermann van Ham
  • Empfohlene Zitierweise

    Ham, Hermann van, "Böcking, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 368 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136470939.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA