Lebensdaten
1785 bis 1846
Geburtsort
Stettin
Sterbeort
Stettin
Beruf/Funktion
Reeder
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 13613839X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gribel, Friedrich Wilhelm

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Zitierweise

Gribel, Friedrich Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13613839X.html [19.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Rudolph Chrstn. (1747–1831), Gründer e. Handlung in St. 1773, S d. Joachim Frdr., Organist u. Küster in Kirchwerder, u. d. Kramers-T Anna Kath. Wruck aus Hamburg;
    M Eleonore Marg. (* 1752), T d. Joh. Michael Georgi, Schneidermeister in Hamburg, u. d. Schneiders-T Anna Kath. Köster;
    1805 Frieder. Wilhelmine (1788–1847), T d. Gutsbes. Paul Ferd. Sperling in Buslar Kr. Pyritz;
    15 K, u. a. Eduard Wilh., Dr. phil., Reedereibes.;
    E Franz Eduard (1850–1943), D.theol., GKR, Reeder;
    Ur-E Eduard (1884–1947), Reeder, Letzter d. Fam.

  • Leben

    Nach Beendigung der Schule trat G. in das Geschäft seines Vaters ein, in dem hauptsächlich Weinhandel betrieben wurde; daneben gab es auch schon die Anfänge einer Reederei. 1805 wurde er Teilhaber. Die Zeit der französischen Besetzung Stettins brachte dem Handelshaus durch die Kontributionen und durch die Kontinentalsperre schwere Verluste. Doch hat es sich davon verhältnismäßig schnell erholt; Handel und Reederei konnten wieder aufgebaut werden. Bald kam als neuer Geschäftszweig die Beteiligung an der Neugründung der „Pommerschen Provinzial-Zuckersiederei“ 1817 hinzu. Dieses Unternehmen war von den Kaufleuten Velthusen aus Wismar und Dohrn in Stettin ins Leben gerufen worden; an seiner Fortführung nach den napoleonischen Kriegen nahm G. als 2. Direktor der Aktiengesellschaft maßgeblichen Anteil, und unter seiner Führung wurde die Zuckersiederei das bedeutendste Industrie-Unternehmen Stettins, das für damalige Zeit recht erhebliche Mengen von Rohzucker verarbeitete (1844 über 120 000 Zentner). Mit dieser Zuckersiederei verband G. sein Reedereigeschäft, indem er auf eigenen Schiffen Zuckerrohr direkt aus Westindien verfrachtete. Seine Pläne, diese Handelsbeziehungen durch Begründung einer Westindischen Handelskompagnie zu vergrößern und damit Stettin in Konkurrenz zu Hamburg zu setzen, scheiterten an dem Widerstand des preußischen Ministeriums; Preußen war damals zu schwach, um solchen überseeischen Handel schützen zu können.

    G. hat an allen Angelegenheiten seiner Vaterstadt tatkräftig teilgenommen. So hat er die „Preußische See- und Assekuranz-Compagnie“ 1825 und die „Preußische National-Versicherungs-Gesellschaft“ 1845 mitbegründet und war 1835-40 tätiges Mitglied in dem Eisenbahn-Comité, das den Bau der Eisenbahn Berlin – Stettin besonders in finanzieller Hinsicht vorbereitete.|

  • Auszeichnungen

    KR.

  • Literatur

    O. Altenburg, Pomm. Provinzial-Zuckersiederei 1817-1917, Denkschr., 1917;
    W. Braun, in: Pomm. Lb. III, 1939, S. 243-55 (L, P).

  • Autor/in

    Hans Branig
  • Empfohlene Zitierweise

    Branig, Hans, "Gribel, Friedrich Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 56 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13613839X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA