Lebensdaten
1661 bis 1691
Geburtsort
Basel
Sterbeort
Basel
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 135556813 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Brandmüller, Gregorius
  • Brand-Muller, Grégoire
  • Brandmiller, Gregor
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Zitierweise

Brandmüller, Gregorius, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135556813.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Gregorius (1621–89), Goldschmied und Ratsherr, E des Johann (1533–96) aus Biberach, Professor der Theologie|in Basel;
    M Anna Polybia (1622–1702), T des Ratsherrn Hans Jak. Staehelin und der Salome von Brunn;
    1686 Anna Cath. Hummel; 2 S.

  • Leben

    B. kopierte als Knabe Stiche und Zeichnungen im Besitze des Vaters. Frühzeitig wurde er zu Hans Kaspar Meyer in die Lehre gegeben, der für den Hof von Baden-Durlach in Basel tätig war. 1678 ging er nach Paris. Er wurde bevorzugter Schüler von Charles Lebrun (1619–90). Sein Lehrer rief ihn 1681 nach kurzem Aufenthalt in der Heimat zurück und zog ihn zur Mithilfe an den Malereien im Schloß zu Versailles bei, eine Auszeichnung, die seine künstlerische und charakterliche Anpassungsfähigkeit hervorhebt. Die Académie Royale verlieh ihm dreimal den Preis. Aber die Mißgunst französischer Kollegen und Kränklichkeit vertrieben ihn. 1686 ließ er sich in Basel nieder, wurde zünftig und malte im Stil Lebruns, den er gelegentlich kopierte. Die Höfe von Monbéliard, Baden-Durlach und Stuttgart beschäftigten ihn. Seine Bewunderer stellten ihn Holbein gleich. Eine von Descamps und Durdent erwähnte Reise nach Prag scheint nicht stattgefunden zu haben, dagegen war er kurz in England und Holland.

  • Werke

    u.a. Gem.: Taufe Christi (Öffentl. Kunstslg. Basel);
    Kreuzabnahme, Hochaltar d. Kapuzinerkirche Dornach (Schweiz);
    Karl Wilh., Markgf. v. Baden [1679-1738] (ehemals Basel, Markgfl. Hof);
    verschiedene Bildnisse (in Basler Privatbesitz); Reproduktions-Kupf.: Selbstbildnis, geschabt v. J. J. Haid; die Anatomen Joh. Jak. Harder u. Theodor Zwinger, gestochen v. J. J. Thurneysend. Ä., 1687, bzw. J. G. Seiller, Schaffhausen;
    Kf. Frdr. Wilh. v. Brandenburg, Religionsflüchtlingen aus Frankreich Schutz gewährend, gest. v. J. J. Thurneysend. Ä., 1689.

  • Literatur

    Cat. d. Öffentl. Kunstslg. in Basel, 1899 ff.;
    N. Rondot, Les Thurneysen, Graveurs d’estampes lyonnais au XVIIme siècle, Lyon 1899, S. 87 f., Nr. 185 (Abb. S. 86), S. 133, Nr. 419;
    W. R. Staehelin, Basler Portraits aller Jh. I, Basel 1919, Tafel 17, II, 1920, Tafel 21;
    A. (Stöckli), Zwei alte Altarbilder kommen wieder zu Ehren, in: St. Fidelis, Stimmen aus d. Schweizer Kapuziner-Prov. 29, 1942, S. 56 ff.;
    SKL I, IV;
    ThB.

  • Autor/in

    Margarete Pfister-Burkhalter
  • Empfohlene Zitierweise

    Pfister-Burkhalter, Margarete, "Brandmüller, Gregorius" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 528 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135556813.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA