Lebensdaten
1867 bis 1945
Geburtsort
Memel
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Militärhistoriker
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 130669237 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Jany, Curt
  • Jany, C.
  • Jany, Kurt

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Jany, Curt, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd130669237.html [21.02.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Victor (1836–1919), Oberstleutnant, S d. Wilhelm (1796–1888), Major, Gründer d. Preußenver. (1848) u. d. Taubstummenanstalt (1873) in Königsberg/Pr., u. d. Emilie Abel;
    M Marie (1842–77), T d. Apothekers Adolf Bernhardi in Königsberg/Pr. u. d. Louise Hartwig;
    Tante-v Elfriede (1835–1916), Gründerin d. 1. Fröbelschen Kindergartens in Königsberg/Pr.;
    B Wilhelm (1873–1954), Mitgl. d. preuß. Abgeordnetenhauses 1910–18, seit 1914 Geschäftsführer d. Kartoffelbauges. bzw. (1934) Kartoffelflockenzentrale in Berlin, Victor (1874–1945), Oberstleutnant, Gründer u. Vorstand d. Wehrkreisbücherei I in Königsberg/Pr.; - ledig;
    N Eberhard (* 1917), Zoologe u. Sahara-Forscher.

  • Leben

    J. studierte an den Universitäten Leipzig und Berlin. 1888 trat er in das Infanterie-Regiment Nr. 66 ein, wo er als Kompanieoffizier und Bataillonsadjutant Verwendung fand. Seit Okt. 1896 zur Kriegsakademie kommandiert, qualifizierte er sich für den Dienst im Generalstab. Zur Vervollkommnung seiner franz. Sprachkenntnisse wurde er für mehrere Monate in die Schweiz kommandiert. 1903 als Hauptmann in den Generalstab versetzt, verblieb er hier bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges, lediglich mit Unterbrechung von 2 Jahren (1906–08), in denen er Kompanie-Chef im Infanterie-Regiment Nr. 147 war. Während des 1. Weltkrieges war J. Bataillonskommandeur im Infanterie-Regiment Nr. 68 und Kommandeur des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 53. – Die Generalstabstätigkeit J.s bezog sich ausschließlich auf militärgeschichtliche Forschungen. Durch seinen Fleiß und sein historisches Einfühlungsvermögen war er in der Lage, neben zahlreichen Einzelpublikationen – J. bestritt im wesentlichen die „Urkundlichen Beiträge und Forschungen zur Geschichte des preuß. Heeres“ –, die einzige Geschichte der brandenburg.-preuß. Armee zu schreiben, bevor die Quellen dazu dem Bombenangriff auf Potsdam am 14.4.1945 zum Opfer fielen.|

  • Auszeichnungen

    Silberne Leibnizmedaille (1937).

  • Werke

    u. a. Die brandenburg. Hilfstruppen Wilhelms v. Oranien 1688, in: FBPG 2, 1889;
    Lehndienst u. Landfolge unter d. Großen Kf., ebd. 8, 1895, 10, 1898;
    Urkundl. Btrr. u. Forschungen z. Gesch. d. preuß. Heeres, hrsg. v. Gr. Gen.stab, H. 1, 3, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 1901 ff.;
    Hochkirch, in: Militärwbl. 1905, Beih. 3;
    Das Treffen b. Burkersdorf 1762, ebd. 1907, Beih. 3;
    Übersicht d. Entwicklung d. Kgl. Preuß. Armee u. d. Dt. Reichsheeres von d. Anfängen b. z. Mobilmachung v. 1914, 1921 (hektogr.);
    Gesch. d. Kgl. Preuß. Armee, 4 Bde., 1928-33 (Neudr. 1967, mit Biogr., P).

  • Autor/in

    Friedrich Christian Stahl
  • Empfohlene Zitierweise

    Stahl, Friedrich-Christian, "Jany, Curt" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 350 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd130669237.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA