Lebensdaten
1573 bis nach 1614
Geburtsort
Stendal
Beruf/Funktion
Schulmann ; Dichter
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 128818522 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bylov, Barthol
  • Bilov, Barthol
  • Byloff, Bartholomäus
  • mehr

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Bilov, Bartholomäus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd128818522.html [20.10.2019].

CC0

  • Leben

    Bilov: Bartholomäus B., auch Bylov, Schulmann und Dichter, geb. 14. Sept. 1573 zu Stendal, wo sein Vater Stephan Diakonus an der Petrikirche war. Er war ein poetischer Landstreicher, der zuletzt im Elend verkam. Als Schüler besuchte er 1590 die Schule zu Freiberg in Sachsen, wurde am 10. Octob. 1594 Baccalaureus der Philosophie in Frankfurt a. d. O., erhielt zu Prag am 13. Aug. 1596 von Georg Carolides v. Carlsperg den Dichterkranz, zu Padua am 13. Decbr. 1600 von Ferrandus de Amatis die Comitiv (gedruckt zu Magdeburg 1611), war 1603 Rector zu Wehlau in Litthauen, 1604 als|solcher in Insterburg. 1611 nennt er sich selbst veteris Marchiae historicum, 1612 kam er als Rector nach Schmalkalden, wurde aber im selben Jahr entlassen. 1613 und 1614 erscheint er in Erfurt, in dessen Nähe er im tiefsten Elend gestorben sein soll. Fr. Taubmann griff ihn in seiner Dissertatio de lingua latina an, weil er sich vom Ertheilen des Dichterkranzes nährte, den er auf seinen Fahrten für einen Schreckenberger verkaufte (s. Taubmann's ungedruckten Brief vom 22. Sept. 1603 an Ch. Distelmeyer in der Dresdner Handschrift C. 65, Brief Nr. 58). Doch nennt ihn Taubmann in seinem an den Rath Magnus Nolde gerichteten Brief vom 16. Mai 1606 (s. seine Dissert. de ling. lat. Ausgabe von 1606, p. 111 ff.) seinen und Georg Reimann's gemeinschaftlichen Freund. Bilov's Streit mit Conrad Rittershausen veranlaßte diesen zur Herausgabe seiner „Spongia“, welche zuerst zu Nürnberg, dann zu Frankfurt a. d. O. o. J. vermehrt mit Peter Werner's Gedicht Ad B. Bilovium Com. putativ. carmen in Clariss. viros Rittershusium et Taubmannum flagitantem erschien. Elias Putsch trat unter dem Namen Amandus Rosacius als Rittershausen's Vertheidiger auf (s. Placcius, De scriptt. pseudonym., p. 544). Unter Bilov's Gedichten sind seine „Epigrammata“ in 57 (wol nicht 58) Büchern, welche stückweise in der Zeit zwischen 1596 und 1614 an verschiedenen Orten gedruckt wurden, hervorzuheben. Näheres über ihn, dessen auch in Gudii Epistolae, Hag. Com. 1714, p. 210 und in Clarorum virorum epistolae ad Goldast., Fcf. et Spir. 1688, p. 116 gedacht ist und dessen Bild der Satire in Caspar Barth's Opuscula varia, Hanov. 1612, p. 291 ss. (vgl. p. 313 und 340) zu Grunde liegt, enthalten Küster's Marchia literata, spec. XIX. Berol. 1757, vgl. XII, p. 9 Anm.; Strieder's Hessische Gelehrtengesch. Bd. I. S. 426 f.; F. A. Ebert's Collectaneen in der Dresdner Handschrift R. 183, Bl. 116 f.

  • Autor/in

    Schnorr v. Carolsfeld.
  • Empfohlene Zitierweise

    Schnorr von Carolsfeld, Franz, "Bilov, Bartholomäus" in: Allgemeine Deutsche Biographie 2 (1875), S. 641-642 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd128818522.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA