Lebensdaten
1839 bis 1907
Geburtsort
Bayreuth
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Genre- und Historienmaler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11902165X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Diez, Albrecht Christoph Wilhelm von
  • Diez, Wilhelm von
  • Diez, Albrecht Christoph Wilhelm von

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Zitierweise

Diez, Wilhelm von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11902165X.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Andr. (* 1800), Pfarrer, S des Joh. Michael, Kantor u. Lehrer in Berndorf b. Thurnau;
    M Ther. Louise Friederike Schrön, Stadtrats-T aus Hof;
    München 1873 Walburga (* 1847, kath.), T der Magdalena Lohrer, Söldbesitzerin aus Ettmannsdorf;
    7 K;
    N Julius (1870–1957), Maler in München, bekannt v. a. durch Fresken (u. a. Ehrensaal des Deutschen Mus., München) u. Mosaike, Illustrator der Wschr. „Jugend“ seit 1896 (s. ThB).

  • Leben

    D. besuchte die Gewerbeschule in Bayreuth und zwischen 1853 und 1855 die polytechnische Schule in München. Anschließend wurde er für kurze Zeit an der Münchener Akademie Schüler von K. Th. von Piloty und studierte die holländischen Kleinmeister der Pinakothek. Er war zunächst auf dem Gebiete der Zeichnung und Buchillustration tätig und arbeitete für die „Fliegenden Blätter“. In diese Zeit fällt unter anderem die Illustrierung von Schillers Geschichte des 30jährigen Krieges. Das Studium volkstümlicher Figuren befähigte ihn, seine meist in kleinem Format ausgeführten Genremalereien aufs reichste zu beleben und ihnen zugleich auch in künstlerischer Beziehung eine koloristisch sehr empfindsame, geschmackvolle und realistisch ausgedrückte Farbigkeit zu geben. Während vor D. in der Münchener Genremalerei der literarische Bericht gegolten hatte, trat nunmehr ein malerischer Vortrag an seine Stelle. Als D. 1870 an die Münchener Akademie berufen wurde, pflegte er weiterhin die „malerische Überlieferung“ und wandte sich auch Tierstudien, Interieurs und Landschaften zu. Zu dem Kreis seiner zahlreichen Schüler gehören unter anderem Ludwig von Herterich, Ludwig von Löfftz, Max Slevogt und Wilhelm Trübner. D. bildet mit seiner Schule in der Entwicklungsgeschichte der Münchner Malerei das Bindeglied zwischen Piloty und der Secession. - Gedächtnisausstellung im Münchner Glaspalast 1907.

  • Werke

    u. a. Exzellenz auf Reisen, 1874 (Staatsgem.-Slg. München);
    Troßzug a. d. 30j. Krieg, 1897 (Mus. Leipzig);
    Anbetung d. Hirten, 1883 (Slg. Schön, Worms).

  • Literatur

    F. Pecht, Gesch. d. Münchner Kunst im 19. Jh., 1888, S. 351 ff. (P, Gem. v. E. Harburger);
    F. v. Bötticher, Malerwerke d. 19. Jh. I, 1891, S. 228 f. (W);
    L. Justi, Dt. Malkunst im 19. Jh., 1921, S. 268;
    H. Uhde-Bernays, Die Münchner Malerei v. 1850 bis 1900, 2. T., 1922, S. 106 ff.;
    E. Waldmann, Die Kunst d. Realismus u. Impressionismus, 1927;
    E.|Bock, Gesch. d. graph. Künste, 1950, S. 91;
    H. Holland, in: BJ XII, S. 103-07 (u. Tl. 1907, L);
    ThB.

  • Autor/in

    Hermann Uhde-Bernays
  • Empfohlene Zitierweise

    Uhde-Bernays, Hermann, "Diez, Wilhelm von" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 711-712 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11902165X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA