Lebensdaten
1019 bis 1075
Sterbeort
Eichstätt
Beruf/Funktion
Bischof von Eichstätt
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118895656 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gunzo
  • Gundekar
  • Gunzo

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Gundekar, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118895656.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus adeligem Geschl.;
    V Reginher;
    M Irmingart; Verwandter Engelbert ( 1065), Bischof v. Passau (seit 1045).

  • Leben

    An der Domschule zu Eichstätt erzogen, wurde G. Mitglied des Domkapitels und um 1045 Kaplan der Kaiserin Agnes. Auf deren Betreiben erhielt er 1057 das Bistum Eichstätt. Als Reformbischof führte G. die seelsorgerliche und liturgische Erneuerung seines Sprengels, unbekümmert um die Reichspolitik, mit großer Ausdauer durch. Er wandte seine Aufmerksamkeit der Wendenmission im Norden seines Gebietes zu, konsekrierte 126 Kirchen und kodifizierte den Eichstätter Ritus in dem von ihm 1071/72 angelegten Liber Pontificalis, in welchem nach seinem Tod die Biographien der Eichstätter Bischöfe bis 1697 und deren „Porträts“ in Miniaturmalereien bis 1535 fortgeführt wurden. G.s vertrautester Freund war der Eichstätter Geschichtsschreiber, der sogenannte Anonymus Haserensis (Hasenried = Herrieden), der vielleicht mit dem Herriedener Propst Heysso identisch ist.

  • Literatur

    AA SS Aug. I, S. 175 ff.;
    VII, S. 239-53, XXV, S. 590-609;
    Migne PL 146, S. 985-1004;
    F. Heidingsfelder, Regg. d. Bischöfe v. Eichstätt, 1915 ff., S. 76-86, 455;
    F. Mader, Kunstdenkmäler d. Stadt Eichstätt, 1924, S. 627-31;
    M. Andrieu, Immixtio et consecratio, Paris 1924, S. 60-63;
    Le Pontifical Romain I, Vatikanstadt 1938, S. 8 f.;
    J. Sax-J. Bleicher, Gesch. d. Hochstiftes u. d. Stadt Eichstätt, 21927, S. 60-66;
    M. Adamski, Herrieden, 1954, S. 49-55;
    R. Bauerreiß, KG Bayerns I, 21958, S. 132, II, S. 217.

  • Portraits

    in: J. Schlecht, Eichstätts Kunst, 1901, S. 24 f.

  • Autor/in

    Andreas Bauch
  • Empfohlene Zitierweise

    Bauch, Andreas, "Gundekar" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 312 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118895656.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA