Lebensdaten
1871 bis 1963
Geburtsort
Pola
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
österreichischer Schriftsteller
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118695061 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Ginzkey, Franz Karl Maria
  • Allerheim, Daniel (Pseudonym)
  • Hege, Heinrich (Pseudonym)
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Zitierweise

Ginzkey, Franz Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118695061.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Franz (1826–1905), k.k. Marine-Techniker, Leiter d. chem. Laboratoriums in P., S d. Franz, Weber u. Häusler in Dörfel b. Reichenberg/Böhmen, aus Bauern- u. Weberfam., u. d. Webers-T Beata Hasak;
    M Mathilde (1841–72), T d. Franz Würkner, k. k. Hauptm. d. Art., u. d. Agnes Juliana Glas;
    Perneggy/Mur 1900 Stefanie (* 1873), T d. Stefan Stoiser, Marinearsenaldir., u. d. Bertha Binder; kinderlos.

  • Leben

    Vater und Mutter G.s stammen aus Deutschböhmen. Der junge Dichter aber wächst im Süden der alten Donaumonarchie auf, der er später in mehreren autobiographischen Schriften ein Denkmal setzt. Er besucht die Unterrealschule in Pola, die Marineakademie in Fiume und die Infanterie-Kadettenschule in Triest. Der berufliche Weg führt G. als Offizier in die österreichische Armee und als Kartograph in das Militärgeographische Institut in Wien, bevor er sich 1920 pensionieren läßt und von da an als freier Schriftsteller lebt. Seit 1944 teilt er seinen Aufenthalt zwischen Seewalchen am Attersee und Wien. – Als Dichter steht G. außerhalb der entscheidenden Strömungen seiner Jugend- und Mannesjahre. Weder Naturalismus noch Expressionismus gewinnen formenden Einfluß auf ihn. Persönliche Freundschaft verbindet ihn mit Rudolf Hans Bartsch, Erwin Herbert Rainalter, Max Mell und Stefan Zweig, von denen er aber in seinem Schaffen eigentlich keinem zu vergleichen ist. G. beginnt als Lyriker, und in Gedicht und Spruch sind ihm seine schönsten Leistungen gelungen. Von den zahlreichen Versuchen in der epischen Großform des Romans, die ihm weniger zugänglich war, hat am ehesten das Walther gewidmete Buch „Der von der Vogelweide“ (1912) Bedeutung. Mit der Dürer-Novelle „Der Wiesenzaun“ (1913) dagegen stellt sich G. in die Reihe der großen deutschen Novellendichter. In geographischen Publikationen schließlich erweist er sich nicht nur als inniger Schilderer, sondern ebenso als Kenner und Liebhaber österreichischer Landschaft.|

  • Auszeichnungen

    Zahlr. Auszeichnungen, u. a. Dr. phil. h. c. (Wien 1932), Ehrenring d. Stadt Wien (1941), Wappenring d. Stadt Salzburg (1956), Österr. Ehrenzeichen f. Wiss. u. Kunst (1957).

  • Werke

    Weitere W u. a. Hatschi-Bratschi's Luftballon, Dichtung f. Kinder, 1904;
    Jakobus u. d. Frauen, Roman, 1908;
    Balladen u. neue Lieder, 1910;
    Der Gaukler v. Bologna, Roman, 1916;
    Es war einmal, Balladen, 1922;
    Balladen a. d. alten Wien, 1923;
    Die Reise nach Komakuku, Erzz., 1923;
    Salzburg u. d. Salzkammergut, Prosaschr., 1934;
    Sternengast, Gedichte, 1937;
    Der Heimatsucher, Selbstbiogr., 1947;
    Lebenssprüche, 1951. - Ausgew. Werke, 4 Bde., hrsg. v. K. Eigl, 1960 (P).

  • Literatur

    R. Hohlbaum, F. K. G., Sein Leben u. Schaffen, 1921;
    F. Stüber, F. K. G., Der Mensch u. d. Dichter, 1935;
    K. Vancsa, F. K. G., Portraitskizze e. Dichters, 1951;
    H. Richter, F. K. G., Sein Leben u. s. Weltanschauung, Diss. Wien 1944 (ungedr.);
    H. Mitteregger, F. K. G., Sein lyr. Schaffen, Diss. Innsbruck 1952 (ungedr.);
    H. Zerzawy, Von d. Vorfahren d. Dichters F. K. G., in: Adler 2, 1951, S. 169-71.

  • Portraits

    Zeichnung v. A. Faistauer, 1922, Abb. b. Eigl, s. W;
    Bronzebüste v. A. Ambrosi (Kopf mit Bruststück), 1959 (im Bes. d. Künstlers, Wien).

  • Autor/in

    Werner Welzig
  • Empfohlene Zitierweise

    Welzig, Werner, "Ginzkey, Franz Karl" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 406 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118695061.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA