Lebensdaten
1868 bis 1948
Geburtsort
Lübeck
Sterbeort
Schönblick bei Woltersdorf (Berlin)
Beruf/Funktion
Zeichner
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118687077 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Höppner, Hugo (eigentlich)
  • Höppener, Hugo
  • Fidus
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Zitierweise

Fidus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118687077.html [24.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Julius Höppener (1830–95), Konditor, S d. Buntfutterers Joh. Frdr. (S d. Goldschmieds Hans, 1762–1818, aus Handwerkerfam. in L.);
    M Kamilla (1843–1931), T d. Handschuhmachers Reinhold Heinr. Stender in L.;
    1) Berlin 1900 Elsa ( 1915), T d. Postdir. Knorr, 2) 1922 Elsbet (* 1877), T d. Johs. Lehmann-Hohenberg (1851–1925), Prof., Bodenreformer;
    1 S, 1 T aus 1).

  • Leben

    Nach Besuch der Gewerbeschule Lübeck wurde F. 1887 Schüler der Münchener Akademie. Bald machte ihm die bewegte Silhouettenkunst und sittlich-naturnahe Lebenshaltung Karl Wilhelm Diefenbachs (1851–1913) so starken Eindruck, daß er dessen Schüler und Mitarbeiter in Höllriegelskreuth bei München wurde. 1889-92 unternahm er, nachdem er nach Berlin übergesiedelt war, Reisen nach Norwegen, der Schweiz, Istrien und Italien, die er zur Entfaltung des ihm vorschwebenden Stils und zur Sammlung von Studien und Motiven für seine Kompositionen nutzte. F. wollte seine mit lebensreformerischen Bestrebungen verbundene theosophische Weltanschauung in einer jugendlichen, lichten Gestaltenwelt von ausgesprochen nordischer Prägung zum Ausdruck bringen. Auch in der Idee seiner zusammenfassenden „Tempelkunst“, die ihn zu baulichen Entwürfen führte, berührte er sich mit Tendenzen Richard Wagners wie auch Rudolf Steiners. Bei allem Eklektizismus war F. als Zeichner gewandt und phantasievoll; die anfängliche Lebendigkeit seines Stils ließ jedoch später nach und endete in einem tendenziösen Symbolismus oder Mystizismus, mit Arbeiten, die hin und wieder den Kitsch streiften. – F. war lange Mitarbeiter der „Jugend“ und zahlreicher namhafter Verlage. Er schuf Illustrationen und Buchschmuck (unter anderem für Bruno Wille, Wilhelm Bölsche, Gertrud Prellwitz), Ex-Libris, Plakate und anderes und pflegte seine Arbeiten, unter denen sich auch Landschaften und andere Gemälde fanden, einer großen, weitverstreuten Gemeinde in Wanderausstellungen zugänglich zu machen; auch hielt er pädagogisch gerichtete Vorträge über seine Ziele und Absichten. 1912-44 bestand sein Selbstverlag (Sankt Georgs-Bund, später Fidus-Verlag).

  • Werke

    Bilder u. a. im F.-Ehrensaal d. Woltersdorfer Heimatmus.

  • Literatur

    W. Spohr, F., 1902 (mit Abb.);
    A. Rentsch, F.-Werk, 1925 (mit Abb.);
    ThB;
    Vollmer (L). – Zu K. W. Diefenbach: ThB.

  • Autor/in

    Oskar Beyer
  • Empfohlene Zitierweise

    Beyer, Oskar, "Fidus" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 138 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118687077.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA