Lebensdaten
1861 bis 1944
Geburtsort
Suhl
Sterbeort
Posen
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118663844 | OGND | VIAF: 64801234
Namensvarianten
  • Blau, Paul
  • Blau

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Zitierweise

Blau, Paul, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118663844.html [27.09.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Otto (1828–79), Orientalist und Slavist, 1858 preußischer Konsul in Trapezunt, 1864 in Sarajevo, 1870 dort und 1873 in Odessa Generalkonsul, bereiste im Auftrag der Regierung Kleinasien und den nordwestlichen Balkan, Verfasser für die Sprachwissenschaft, Volkskunde und die wirtschaftlichen Verhältnisse dieser Gebiete wichtiger Schriften und Berichte, S eines evangelischen Theologen;
    M Adelheid, T des Begründers der Gewehrfabrik in Suhl Valentin Christoph Schilling;
    1) Gertrud Wießner ( 1889), Pfarrerstochter, 2) Valerie, T des Sanitätsrats Boldt, 3) 1900 Anna, T des Friedrich von Wernsdorff und der Helene von Alt-Stutterheim: 1 T aus 1), 1 S aus 2), 2 S, 1 T aus 3).

  • Leben

    B. besuchte Schulpforta, studierte Theologie in Berlin und Tübingen, war nach kurzen Übergangsstellungen zwölf Jahre (bis 1897) Pfarrer in Jüterbog, dann, von der Kaiserin Auguste Viktoria berufen, am Augusta-Hospital und an der Kaiserin-Augusta-Stiftung in Berlin, seit 1902 Hofprediger, dann auch Superintendent in Wernigerode. Dort gründete er 1909 im Zusammenhang mit der „Allgemeinen Evangelisch-Lutherischen Konferenz“ das Apologetische Seminar, das, seit 1917 von Karl Stange geleitet, die Keimzelle der lutherischen Akademie in Sondershausen wurde (seit 1932). 1910 wurde B. nach langen Jahren einer vielseitigen und reichen Lehrzeit als Generalsuperintendent nach Posen (Nachfolger von D. Hesekiel) berufen. Dieses Amt hat er durch mehr als drei Jahrzehnte verwaltet und dabei die Geschicke der evangelischen Kirche des ihm anvertrauten Gebietes mit ungemein geschickter, ruhiger und doch sicherer Hand so geleitet, daß sich trotz der Nöte des ersten Weltkriegs und der Polenherrschaft in der Nachkriegszeit ein reiches und vielseitiges neues Leben entfaltete, wobei die Sicherung eines geeigneten Pfarrernachwuchses durch die Gründung einer eigenen theologischen Schule und eines Predigerseminars in Posen besonders bedeutsam war. Er wurde dadurch zugleich dort die wirksamste Stütze des Deutschtums.

  • Werke

    Jünglingsgestalten d. Hl. Schrift, 1887: Kriegsaufgabe d. Seelsorge, 1915;
    Bergsegen, 1916;
    Lebenskunst, 1921;
    Lebensrätsel, 1921;
    Wie's wispert u. wuspert im grünen Wald, Märchen. 50. Tausend 1950 (mit Anna B.);
    Bergan! Die Gesch. einer Lebenswanderung, 4 Bde., 1938-42 (L);
    Du meine Seele singe!, Gedichte, 1949;
    Leben u. Wirken eines Auslandsdeutschen im vor. Jh., Erinnerungen an Otto Blau, 1928;
    Hrsg.: Am Wegsaum, Jb., 1909–32.

  • Literatur

    Zu B.s 70. Geburtstag, in: Dt. Pfarrerbl., Mai 1941 (P);
    RGG (W). - Zu Otto B.: ADB XLVII (W);
    F. Babinger. Dr. O. B. als Orientalist, in: Paul B., Leben u. Wirken (s. W), S. 133-38;
    Kroat. Enz. II, 1941.

  • Autor/in

    Hermann Strathmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Strathmann, Hermann, "Blau, Paul" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 293 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118663844.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA