Lebensdaten
um 1440 bis nach 1515
Geburtsort
Wesel
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118651730 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Baeghert, Derick
  • Boegert, Derick
  • Boghert, Derick
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Zitierweise

Baegert, Derik, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118651730.html [25.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Baegert ( um 1477), aus westfälischer Familie (Darup, Kreis Coesfeld);
    M Neesken von Birt;
    S Jan Baegert, Maler, vermutlich mit dem Meister von Cappenberg identisch.

  • Leben

    Das Werk B.s ist lange Zeit ungerecht beurteilt worden. Eines seiner Hauptwerke, der Altar der Propsteikirche zu Dortmund, wurde durch Mißverstehen einer Urkunde 1521 datiert und den Brüdern Viktor und Heinrich Duenwege zugeschrieben. Die Folge war, daß B.s Kunst als rückständig angesehen und seine Persönlichkeit nicht erkannt wurde. Es darf heute als sicher gelten, daß dieser Altar um 1470-75 entstanden ist und ein Frühwerk B.s darstellt, das seine künstlerische Herkunft aus der westfälischen Bildüberlieferung deutlich erkennen läßt. Auch in den nächsten Jahrzehnten gemalte Altäre mit der Darstellung des Kalvarienberges (Münster, Lugano, Sammlung Thyssen gegen 1480; Berlin um 1485, München gegen 1500) zeigen die starke Bindung an die westfälische Tradition. Sie bleibt das bestimmende Element seiner Kunst und verleiht ihr den unverkennbaren persönlichen Stil, in dem sich B. auch gegen die kölnische und niederländische Malerei erfolgreich behauptet. Die Beziehungen, die zu ihr bestehen - die Maler Jan Joest von Calcar und Bartholomäus Bruyn gehörten zur weiteren Verwandtschaft B.s - vermochten nicht, den Charakter seiner Kunst zu ändern. Als führende|Künstlerpersönlichkeit am Niederrhein im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts hat B. für zahlreiche Kirchen Altäre geliefert, ferner die Tafel mit der seltenen Darstellung der Eidesleistung vor Gericht für das Rathaus in Wesel (1493/94). Seine Kompositionen zeigen die Fähigkeit, große Bildflächen eindrucksvoll zu gliedern und mit ausgesprochenem Erzählertalent figurenreich zu füllen. Wiederholungen einmal gefundener Lösungen mit geringen Variationen sind dabei nicht selten. Die stark zeichnerische Begabung B.s tritt gegenüber der oft bunten Lokalfarbigkeit vor allem in der sorgfältigen Behandlung der Einzelheiten angenehm hervor.

  • Literatur

    Westfalen 22, 1937, S. 213-64 (Aufsätze v. Th. Riewerts, P. Pieper, R. His, Th. Rensing, L. v. Winterfeld);
    s.a. Kat. d. Ausstellung d. Landesmus. d. Prov. Westfalen: Der Maler D. B. u. sein Kreis, 1937.

  • Portraits

    Der junge Mann in d. Veronikagruppe d. Dortmunder Altares ist vermutl. ein Selbstbildnis B.s.

  • Autor/in

    Rolf Fritz
  • Empfohlene Zitierweise

    Fritz, Rolf, "Baegert, Derik" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 517-518 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118651730.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA